SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

02. Februar 2016
Klaus Oesterling – Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer:

Genehmigungspraxis nach Gutsherrenart

Neubau der Evangelischen Akademie am Römerberg: Planungsdezernent Cunitz betreibt Genehmigungspraxis nach Gutsherrenart – die von den Grünen einst versprochene Bürgerbeteiligung gerät immer mehr unter die Räder – Über Gestaltungssatzung nachdenken

„Die von den Grünen einst versprochene Bürgerbeteiligung gerät immer mehr unter die Räder. Stattdessen betreibt der Planungsdezernent eine Genehmigungspraxis nach Gutsherrenart“. Mit diesen Worten reagierte der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Römer, Klaus Oesterling, auf das Verhalten des Frankfurter Planungsdezernenten Olaf Cunitz (Grüne), der für den Neubau der Evangelischen Akademie am Römerberg, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits Ende 2013 die Baugenehmigung erteilt hatte, ohne die Öffentlichkeit zu informieren. „Dieses Bauvorhaben verändert das Stadtbild an einer der historisch wichtigsten Stellen der Stadt. Niemand wird bezweifeln, dass der Abbruch der tradierten Nachkriegsarchitektur und der Ersatz durch einen gläsernen Baukörper, der zudem erheblich größer sein wird als der derzeitige Bau, einen Eingriff an einer sensiblen Stelle der Stadtarchitektur darstellt“. In einem solchen Falle hätten die Grünen in der Vergangenheit mit Nachdruck einen Architekturwettbewerb gefordert. Mit der entsprechenden öffentlichen Transparenz und Debatte. Von diesen ehemaligen Grundsätzen grüner Planungspolitik sei nach zehn Jahren Regierungsbeteiligung offensichtlich nicht mehr viel übrig geblieben.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende macht in diesem Zusammenhang den Vorschlag, über eine Gestaltungssatzung für das historische Zentrum der Stadt, den Stadtteil Altstadt

  • nachzudenken.


    „Statt der architektonischen Beliebigkeit weiter die Türen zu öffnen, sollte man darüber nachdenken, ob nicht im historischen Zentrum der Stadt eine ordnende Hand über das Stadtbild wachen sollte“, so Oesterling. „Bei der Altstadt-Rekonstruktion war dies ja auch nicht ganz ohne Erfolg“.

  • ) Hinweis: Mit dem Stadtteil Altstadt ist der offizielle Stadtteil gemeint, der im Süden vom Mainkai, im Westen von der Kurt-Schumacher-Straße, im Norden von dem Straßenzug Töngesgasse - Bleidenstrasse - Großer Hirschgraben und im Westen von der Neuen Mainzer Straße begrenzt wird, nicht das Areal der derzeit rekonstruierten Altstadt.

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