SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

18. Februar 2016
Sylvia Weber – Bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

KGS Niederrad: Eine Zumutung für alle Beteiligten und keine Lösung in Sicht

Als eine „Zumutung für alle Beteiligten“ bezeichnete die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sylvia Weber, den Stand der Planung für die Kooperative Gesamtschule (KGS) Niederrad. Bis zum 5. März müssten Eltern ihre Anmeldungen für die weiterführenden Schulen abgeben, „doch in Niederrad herrscht das Chaos“, so Weber.

Weder sei klar, ob die Außenstelle der Salzmannschule, in der die KGS untergebracht werden soll, brandschutztauglich sei, noch werde die seit vier Jahren überfällige Dachsanierung bis zum August fertig sein. Die Dezernentin wisse nicht, wohin die in dem Gebäude derzeit untergebrachten fünf Schulklassen ausgelagert werden sollten und ob die Stadt überhaupt genug Container besitze, um sowohl die vorhandenen Schülerinnen und Schüler der Salzmannschule als auch die neuen Klassen der KGS zu versorgen. „Ein halbes Jahr vor Eröffnung der Schule hat die Dezernentin nichts vorzuweisen: kein Gebäude, keine Container, kein Konzept und keinen Plan, wie es weitergeht“, so Weber. „Dies ist eine Zumutung für alle Eltern und Schüler, die beteiligten Ämter, die Salzmannschule und die neue Schulleitung der KGS, die kaum eine Chance hat, bis zum Sommer aus diesem Scherbenhaufen eine gut funktionierende Schule zu machen. Und der Magistrat trägt dafür die Verantwortung.“

Eltern, Schülerinnen und Schüler in Niederrad müssten nun ausbaden, was der Magistrat in den letzten Jahrzehnten versäumt habe, nämlich eine zeitnahe Sanierung und Erweiterung der Schulgebäude und die frühzeitige Einrichtung einer Planungsgruppe für die KGS. „Die Dezernentin hat es versäumt, rechtzeitig die Voraussetzungen zu schaffen und muss jetzt feststellen, dass die Situation vor Ort ganz anders aussieht, als sie sich das erträumt hat: Die von ihr dargestellten Fachräume für Musik und Naturwissenschaften gibt es nicht und die 30 Jahre alten Container auf dem Hof der Salzmannschule sind zu klein, um alle fünf Klassen der Außenstelle aufzunehmen,“ sagte Weber. Seit 2015 stünden Planungsmittel im Haushalt, aber passiert sei nichts. „Wenn sich die Dezernentin rechtzeitig gekümmert und mit der Schule geredet hätte, so wäre noch Zeit für eine gute Lösung gewesen“.

Das Gelände an der Goldsteinstraße 27 eigne sich sehr gut auch als endgültiger Standort der KGS Niederrad. Es sei verkehrlich gut angebunden und in der Nähe befände sich die NTG mit einer Turnhalle, so Weber weiter. „Dieses Grundstück jetzt mit Containern zuzustellen und händeringend nach einem weiteren Standort zu suchen, nur um zum nächsten Schuljahr eröffnen zu können, zeigt, wie planlos und panisch die Dezernentin reagiert,“ sagte Weber. Es sei jetzt dringend notwendig, sich mit allen Beteiligten an einen Tisch zu setzen und auch die Erfahrungen der Salzmannschule mit einzubeziehen, um eine schnelle und pragmatische Lösung zu finden. Doch die Planungsgruppe habe erst einmal getagt und wie zu vernehmen war, habe sie auch vor der Wahl keine Sitzung mehr. „Wer so dilettantisch und nachlässig mit Schulen umgeht, wie diese Dezernentin“, so Weber abschließend, „braucht sich nicht zu wundern, wenn im Sommer die Eltern wieder auf die Straße gehen.“

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