SPD Frankfurt am Main

Meldung:

23. Februar 2016

Wählen als Signal gegen den Hass

Der Kommentar

Stimmen für die Vernunft mobilisieren

An ihren Vorschlägen sollt ihr sie erkennen. Es gab einmal in Deutschland eine Grenze, die gemeinsam mit der Grenze zwischen Nord- und Südkorea ein trauriges Kapitel der Weltgeschichte bildete. Der
Schießbefehl war das Symbol für Unrecht und Unmenschlichkeit. Gerade haben wir gefeiert, dass solche Zustände seit 25 Jahren vorbei sind.

Und dann das! Vorsichtig dementiert aber doch ausgesprochen von der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry. Die Polizei müsse die Grenze notfalls mit Waffengewalt verteidigen. Später nachgeschoben: auf Kinder könne man vielleicht doch nicht schießen. Schon dieses Detail macht deutlich, das war kein Versehen, dahinter steckt ein menschenverachtendes Konzept. Es gibt Leben, deren Schutz nicht so wichtig ist.

Hier geht es nicht nur um den Beweis, dass die AfD längst den Boden des Grundgesetzes verlassen hat. Zur Erinnerung: Artikel 2 des Grund-gesetzes: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrt-heit.“ Hier geht es um einen Abschied von fundamentaler Humanität. Menschen, die vor Bomben und Kugelhagel fliehen, sollen mit Kugeln empfangen werden. Junge Bundespolizisten sollen einen Schießbefehl erhalten.

Der Hass in Deutschland hat ein lächelndes Frauengesicht. Neben allen öffentlichen Aktionen ist jeder Wahlgang ein Signal. Die AfD setzt darauf, dass nicht so viele zur Wahl gehen und aus wenigen AfD-Stimmen hohe Prozentwerte werden. Deswegen lasst uns mobilisieren, jede Stimme für die SPD stärkt nicht nur die kommunale Ebene, die im Moment die meisten Probleme lösen muss und löst, sie ist auch eine Stimme für die Vernunft.

Gernot Grumbach
Vorsitzender des Bezirks Hessen-Süd

SPD Frankfurt am Main

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