SPD Frankfurt am Main

Meldung:

07. Juli 2011
Sylvia Weber – bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Salzmannschule braucht Unterstützung auf ihrem Weg in die Zukunft

Bildungspolitiker der SPD-Fraktion im Römer haben gestern die Niederräder Salzmannschule besucht und mit dem Schulleiter über die Zukunft der Hauptschule gesprochen. „Die Salzmannschule leistet hervorragende Arbeit, Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen zu einem Haupt- oder Realschulabschluss zu führen. Wir erwarten, dass der Magistrat der Schule nun eine inhaltliche und räumliche Perspektive bietet, um vom Image einer „Restschule“ wegzukommen“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer, Sylvia Weber. Zusammen mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Ortsbeirat 5, Ralf Heider, und der Niederräder Stadtverordneten Imren Ergindemir werde die SPD-Fraktion die Salzmannschule auf diesem Weg tatkräftig unterstützen.

„Für uns ist deutlich geworden, dass die Salzmannschule nicht länger als reine Hauptschule arbeiten kann und will. Sie hat das Potential, eine stadtteilbezogene Gesamtschule zu werden, stößt jedoch auf Hindernisse im aktuellen Schulgesetz. Eine verbundene Haupt- und Realschule soll daher der erste Schritt sein, die Schule wieder attraktiver für Familien und umliegende Grundschulen zu machen“, schlägt Weber vor. Die Zahlen sprächen für sich: Von den abgehenden 70 Schülerinnen und Schülern hätten 40 einen Realschulabschluss geschafft, nicht wenige gingen nun an Oberstufengymnasien. „Dies ist eine sehr positive Bilanz, die die engagierte und gute Arbeit des Kollegiums deutlich macht“, so Weber.

Außerdem sei es höchste Zeit, dass die Salzmannschule endlich den lange angekündigten Neubau bekäme und die Baracken aus den 1970er Jahren, die ursprünglich nur als Provisorium eingerichtet wurden, endlich verschwänden. „Egal ob als IGS oder verbundene Haupt- und Realschule: Es müssen endlich die lange versprochenen Räume her, um ein umfassendes Ganztagsangebot machen zu können“, forderte die Bildungspolitikerin. Mit nur zwei zusätzlichen Klassen könnte die Schule drei Züge einrichten, um den Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums für eine verbundene Haupt- und Realschule zu entsprechen. „Es ist auch nicht länger hinnehmbar,“ so Weber, „ dass die Schülerinnen und Schüler ihr Mittagessen in den Klassenräumen einnehmen müssen, weil keine Mensa vorhanden ist. Wenn es der Magistrat wirklich ernst meint und den Hauptschulen eine Perspektive geben will, so muss er hier anfangen.“

Begeistert war die Besuchergruppe der SPD vom Wahlpflichtfach „Soziales Engagement“, für das die Schule im Mai den Friedenspreis der Frankfurter Schulen erhalten hat. „Ausbildungsplätze für abgehende Schüler, z.B. im Pflegeheim im Mainfeld, sind das Ergebnis dieses wegweisenden Projektes“, freut sich Weber.

Die Salzmannschule habe das Konzept, den Ehrgeiz und das engagierte Kollegium, organisatorisch einen Schritt weiterzugehen. „Unsere Unterstützung bei den Verhandlungen zum neuen Schulentwicklungsplan im Jahr 2012 hat die Salzmannschule auf jeden Fall“, kündigte Weber abschließend an.

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