SPD Frankfurt am Main

Meldung:

12. August 2011
Anna Latsch – Stadtverordnete der SPD-Fraktion im Römer:

SPD fordert faire Bedingungen für Tagesmütter: Tischvorlage im Ausschuss am kommenden Montag

Die SPD-Fraktion im Römer wird am kommenden Montag eine Tischvorlage zum Bericht B 258 im Ausschuss für Bildung und Integration vorlegen. Es geht erneut um die finanzielle Situation der Frankfurter Tagespflegepersonen.
„Meine Fraktion lehnt den Bericht 258 ab. Der Magistrat soll erläutern, warum er in der Februarsitzung in Anwesenheit der Tagesmütter einen neuen Bezahlungsmodus vorgeschlagen hat, den er weder personell noch technisch umsetzen kann“, erklärte Anna Latsch, die für Familienpolitik zuständige Sprecherin. Wenn ab dem 1. August 2013 der Anspruch auf einen Betreuungsplatz für jedes einjährige Kind durch Bundesgesetz greife, sei die Stadt auf jede Tagespflegeperson angewiesen, um eine teure Klagewelle zu verhindern.

„Abgesehen von der neuen Software, die laut Bericht erst 2012 zur Verfügung stehen wird und dann endlich eine Abschlagzahlung ermöglicht, fragen wir uns, wieso eine zügige Änderung des Überweisungsdatums auf Ende des Monats innerhalb von 6 Wochen gelang“, sagte Latsch. Vorher seien die Entgelte zum Monatsanfang überwiesen worden.
Insgesamt sähen sich die Tagespflegepersonen gegenüber dem Angebot der Krippen in einer zunehmend nachteiligen Position. „Krippen und Krabbelstuben haben viel schwächere Auflagen, was Arbeitszeiten der Eltern, Eingewöhnungsdauer der Kinder und Abrechnung der Betreuungszeiten angeht“, sagte Latsch. Der Magistrat solle deshalb prüfen, ob eine Vereinfachung des Abrechnungsverfahrens vorgenommen werden könnte und wie die Bedingungen der unterschiedlichen Betreuungsangebote, zuhause und institutionell, zumindest angeglichen werden könnten.
So sei es zum Beispiel so, dass Eltern, die bis um 14 Uhr arbeiten, ihr Kind zum gleichen Preis bis 17 Uhr in der Krippe oder Krabbelstube lassen könnten, während es bei der Tagespflege, die stundengenau abrechnet, aus Kostengründen direkt abgeholt werde bzw. werden müsse.
„Die beiden Betreuungsalternativen begegnen sich offensichtlich nicht auf Augenhöhe. Wir erwarten vom Magistrat eine Stellungnahme dazu, wie er die beiden Modelle sieht und gewichtet und welche Unterstützung er jeweils anbieten kann und will“, sagte die Familienpolitikerin. Wichtig sei, dass mit offenen Karten gespielt werde und keine Zusagen gemacht würden, die später nicht einzuhalten seien. Frankfurt brauche auf dem Weg zur Familienstadt jeden guten U3-Betreuungsplatz, den es kriegen könne.
„Ein richtiges Signal ist auf jeden Fall mit der neuen Monatsabrechnung gesetzt, die jetzt von 4,3 Wochen ausgeht statt wie vorher nur von vier“, sagte Latsch abschließend.

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