SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

FRankfurt am Main, 08. September 2011
Trauer um Hans Apel

Ein Sozialdemokrat mit Leidenschaft und Überzeugung

Hans Apel ist tot. Der frühere Finanz- und Verteidigungsminister starb im Alter von 79 Jahren am Dienstagmorgen in Hamburg. Im Namen der deutschen Sozialdemokratie sprach SPD-Chef Sigmar Gabriel seiner Familie seine Anteilnahme aus. Apel habe „an hervorragender Stelle mitgeholfen, unser Land wirtschaftlich stark, sozial gerecht und lebenswert zu gestalten“. Die SPD danke ihm und sei stolz darauf, „dass er einer der unsrigen war“.

Hans Apel wurde 1972 Parlamentarischer Staatssekretär im Auswärtigen Amt, 1974 berief ihn Bundeskanzler Helmut Schmidt als Finanzminister in sein Kabinett. Bis 1978 in diesem Amt, wechselte er danach bis 1982 in das Verteidigungsressort. 1985 trat er als Berliner SPD-Spitzenkandidat an, unterlag aber gegen Eberhard Diepgen (CDU). 1990 schied Apel nach 25 Jahren aus dem Bundestag aus.

Apel war schon 1955 in die SPD eingetreten. Im Bundestag war er lange Zeit Banknachbar von Herbert Wehner, der für ihn politisches Vorbild war. Apel zählte zu den maßgeblichen Köpfen des konservativen SPD-Flügels. Auch wenn der streitbare überzeugte Christ einige Positionen seiner Partei – etwa die in der rot-grünen Regierungszeit vollzogene weitgehende Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften – scharf kritisierte, kam für ihn ein Parteiaustritt nie in Frage. „Sie hat mir eine Perspektive gegeben, die ich so gar nicht gehabt hätte, und ich werde da nicht austreten. Ich bleibe in dieser Partei bis zu meinem seligen Ende“, sagte der Sozialdemokrat 2007 im Deutschlandfunk.

Der 1932 geborene „überzeugte Hamburger“ blieb zusammen mit seiner Frau Ingrid seiner Heimatstadt stets eng verbunden. „Ja, das ist unsere Stadt, hier leben wir, die lieben wir. Hier werden wir bleiben. Hier wissen wir auch, wo wir beerdigt werden. Das ist alles ganz prima. Und ohne den FC Sankt Pauli können wir nicht leben“, so Apel im gleichen Gespräch mit dem Deutschlandfunk.

Sigmar Gabriel: „Wir trauern mit seiner Familie um einen aufrechten Mitstreiter und großen Sozialdemokraten. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

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