SPD Frankfurt am Main

Meldung:

16. September 2011
Sylvia Weber – bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

SPD unterstützt Salzmannschule auf dem Weg zu einer verbundenen Haupt- und Realschule

Am kommenden Montag wird die SPD-Fraktion im Römer im Ausschuss für Bildung und Integration einen Antrag vorlegen, der die Umwandlung der Salzmannschule in eine verbundene Haupt- und Realschule für die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans prüfen soll. Nach intensiven Gesprächen mit der Schule und im Stadtteil sei dies der momentan gangbare Weg.
„Wenn es nach uns ginge, wünschten wir uns die Salzmannschule als eine Stadtteilschule, die in Form einer integrierten Gesamtschule für alle Kinder im Frankfurter Süden ein Angebot machen kann. Aber die Realitäten des Schulgesetzes und des schwarz-grünen Magistrats lassen dem keine Chance“, sagte die bildungspolitische Sprecherin, Sylvia Weber. „Daher machen wir in Abstimmung mit der Schule einen ersten Schritt in die richtige Richtung.“ Nach der jahrzehntelangen Hängepartie, so Weber weiter, müsse der Magistrat nun endlich die organisatorischen und räumlichen Voraussetzungen schaffen, um der Salzmannschule den Weg in die Zukunft zu eröffnen.

Die Salzmannschule leiste hervorragende Arbeit, Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen zu einem Haupt- oder Realschulabschluss zu führen. „Wir erwarten, dass der Magistrat der Schule nun eine inhaltliche und räumliche Perspektive bietet, um vom Image einer „Restschule“ wegzukommen“, forderte Weber.
Für ihre Fraktion sei deutlich geworden, dass die Salzmannschule nicht länger als reine Hauptschule arbeiten könne und
wolle. Sie habe das Potential, eine stadtteilbezogene Gesamtschule zu werden, stoße jedoch auf Hindernisse im aktuellen Schulgesetz.
„Eine verbundene Haupt- und Realschule soll daher der erste Schritt sein, die Schule wieder attraktiver für Familien und umliegende Grundschulen zu machen“, schlägt Weber vor. Die Zahlen sprächen für sich: Von den abgehenden 70 Schülerin-nen und Schülern hätten 40 einen Realschulabschluss geschafft, nicht wenige gingen nun an Oberstufengymnasien. „Dies ist eine sehr positive Bilanz, die die engagierte und gute Arbeit des Kollegiums deutlich macht“, so Weber.

Außerdem sei es höchste Zeit, dass die Salzmannschule endlich den lange angekündigten Neubau bekäme und die Baracken aus den 1970er Jahren, die ursprünglich nur als Provisorium eingerichtet wurden, endlich verschwänden. „Egal ob als IGS oder verbundene Haupt- und Realschule: Es müssen endlich die lange versprochenen Räume her, um ein umfassendes Ganztagsangebot machen zu können“, forderte die Bildungspolitikerin. Mit nur zwei zusätzlichen Klassen könnte die Schule drei Züge einrichten, um den Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums für eine verbundene Haupt- und Realschule zu entsprechen. „Es ist auch nicht länger hinnehmbar“, so Weber, „dass die Schülerinnen und Schüler ihr Mittagessen in den Klassenräumen einnehmen müssen, weil keine Mensa vorhanden ist. Wenn es der Magistrat wirklich ernst meint und den Hauptschulen eine Perspektive geben will, so muss er hier anfangen.“

Die Salzmannschule habe das Konzept, den Ehrgeiz und das engagierte Kollegium, organisatorisch einen Schritt weiterzugehen. „Unsere Unterstützung bei den Verhandlungen zum neuen Schulentwicklungsplan im Jahr 2012 hat die Salzmannschule auf jeden Fall“, kündigte Weber abschließend an.

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