SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

14. Oktober 2011
Peter Feldmann - sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Römer

Armut in der Mainmetropole

Anlässlich des internationalen Tages gegen Armut am 17. Oktober fordert der sozialpolitische Sprecher Peter Feldmann die Stadtregierung auf, sich konsequent mit dem Problem der Armut in Frankfurt auseinanderzusetzen. 1992 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 17. Oktober zum internationalen Tag gegen Armut.

„Immer noch gibt es in Frankfurt eine erschreckend hohe Zahl von Kindern, die in Frankfurt mit ihren Familien unter dem oder am Existenzminimum leben, fast jedes vierte Kind in Frankfurt der unter 15-Jährigen gilt als arm“, so der Stadtverordnete. Umso wichtiger ist deshalb die Einführung eines kostenlosen Mittagessens für alle Frankfurter Schüler und ein kostenfreies Schülerticket für den öffentlichen Nahverkehr“, erklärt Peter Feldmann. Auch für viele junge Erwachsene sieht die Lage schwierig aus. Etwa 850 Jugendliche haben sich in diesem Jahr vergeblich um einen Ausbildungsplatz beworben und müssen nun weiter auf ihren Berufseinstieg warten. Hier sind Armutsrisiken absehbar, nur durch bessere Bildungs- und Ausbildungschancen ist Armut vermeidbar.

Besondere Sorgen macht Peter Feldmann die aktuelle Lage am Frankfurter Wohnungsmarkt. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum droht für viele Menschen zum Armutsrisiko zu werden. Insbesondere durch den Rückgang des öffentlich belegbaren Wohnraums von 53.000 im Jahr 1995 auf erwartete 22.000 am Ende des Jahrzehnts, ist eine Verschärfung der Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum absehbar. Besonders schwierig ist die Lage derzeit für die Studierenden, die keine bezahlbare Wohnung finden und auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz stehen.

„Armut ist nicht nur ein Problem der Dritten Welt, sondern auch ein Problem unserer reichen Stadt Frankfurt, vor dem der Magistrat die Augen nicht verschließen darf“, so Peter Feldmann abschließend.

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