SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 16. November 2011
Dr. Evlampios Betakis, Vorsitzender des Arbeitskreises Migration und Integration der Frankfurter SPD

Es war pure, braune Gewalt.

Es war kein Krieg zwischen zwei Schutzgeld-Erpresserbanden, es war kein Krieg zwischen zwei verfeindeten Familien, es war kein Krieg unter Döner-Produzenten, nein, die „Ausländer“ haben sich nicht gegenseitig umgebracht.

Es war pure, braune Gewalt. Ein, zwei Tote reichten nicht, die braune Gewalt legte Bomben
und tötete weiter, bis zu zehn Menschen. Vielleicht kommen noch mehr Morde ans Licht.

Diese braune Gewalt ist nicht vom Himmel gefallen. Es sind die angeblich orientierungslosen Jugendlichen von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen, die Wohnheime anzündeten und
Menschen verbrennen wollten. Sie sind im Geiste der applaudierenden Masse um das brennende Asylbewerber-Wohnheim groß geworden. In der Amtssprache heißt es jedoch häufig, sie seien „Einzeltäter“. Aber heute sieht man deutlich, dass es nicht nur Jugendliche oder Einzeltäter waren oder sind. Was sollen sie noch tun, um als organisiert und vernetzt zu gelten? Sollen sie noch weitere zehn oder 20 Menschen töten?

Die Opfer wurden nicht deshalb getötet, weil sie groß, klein, dick, dünn, alt oder jung waren, sondern sie wurden getötet, weil sie „Ausländer“ waren. Alle haben ohne Ausnahme gearbeitet und ihre Steuern bezahlt. An dieser Stelle wäre es interessant zu wissen, ob die Mörder ihrerseits gearbeitet und wovon sie gelebt haben.

Die Getöteten hatten sich in die Obhut des Staates begeben. Jedoch haben die zuständigen Organe des Staates dabei versagt, seine Bürger zu schützen, obwohl die braune Gewalt nahezu ein Jahrzehnt lang zugeschlagen hat.

Der Staat muss endlich seinen Pflichten nachkommen und – falls es sie gibt – weitere Täter fassen und vor allem die Hintermänner zur Rechenschaft ziehen.

Einige politische Kreise sollten aufhören, auf dem rechten Auge blind zu sein. Die braune Gewalt ist organisiert, vernetzt, hat Hintermänner und mordet. Die Politik muss dringend daran arbeiten, die Gesellschaft gegen die braune Gewalt zu sensibilisieren und sie zu mobilisieren.

SPD Frankfurt am Main

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