SPD Frankfurt am Main

Meldung:

21. März 2012
Peter Feldmann – stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer:

SPD unterstützt Aktionswoche Inklusion des Netzwerks „Inklusion Ffm“

Die SPD-Fraktion im Römer hat sich hinter die Ziele des Bündnisses „Netzwerk Inklusion Ffm“ gestellt und unterstützt die morgen um 11h stattfindende Demonstration an der Hauptwache. „Wir wollen die Regelschulen personell und baulich so ausstatten, dass sie auch Kindern mit Behinderungen gerecht werden können“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Peter Feldmann. Das Motto des Netzwerks „Alle Mitnehmen – Keinen Ausgrenzen“ sei im Sinne sozialdemokratischer Bildungspolitik. Die schwarz-gelbe Landesregierung müsse endlich den Regelschulen, die sich dem Weg der Inklusion öffnen wollen, die nötige Unterstützung zukommen lassen.

Leider betreibe die Landesregierung momentan das Gegenteil. „Erstens macht es der Ressourcenvorbehalt im neuen Hessischen Schulgesetzt de facto unmöglich, ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf an einer Regelschule zu unterrichten. Die vorhandenen Lehrerstellen für Gemeinsamen Unterricht reichen vorne und hinten nicht aus und sind seit Jahren nicht aufgestockt worden“, erklärte Feldmann.
Zweitens habe gerade kürzlich die Entscheidung, die GU-Förderung an den zehnten Klassen einiger Frankfurter integrierter Gesamtschulen zu streichen, für Aufregung unter den Eltern gesorgt. „Neuntklässler, die ohnehin schulische Schwierigkeiten haben, sollen nun für ihr letztes Schuljahr noch einmal an eine neue Schule wechseln“, ärgert sich der Stadtverordnete. „Es scheint“, so Feldmann, „dass es der Landesregierung mehr um eine Mangelverwaltung geht als um einen echten Neuanfang.“ Das Scheitern der Kinder werde dabei billigend in Kauf genommen und ihre Aussichten auf einen Schulabschluss, ganz zu schweigen von einem Ausbildungsplatz, werden damit zunichte gemacht.
„Es ist an der Zeit, die UN-Konvention in Hessen angemessen und zeitnah umzusetzen. Inklusion ist Menschenrecht, das sollte von der Landesregierung nicht vergessen werden“, so Feldmann abschließend.


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