SPD Frankfurt am Main

Meldung:

10. Mai 2012
Sylvia Weber – bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz muss abgesichert werden

In einem Antrag fordert die SPD-Fraktion im Römer Maßnahmen, die der Personalnot im Erzieherberuf entgegen wirken. Der Ausschuss für Bildung und Integration wird am kommenden Montag darüber beraten.
„Angesichts des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für jedes einjährige Kind ab dem 1. August 2013 muss jetzt dringend gehandelt werden“, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer, Sylvia Weber. Ihre Fraktion unterbreite dem Magistrat in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Entlohnung, Arbeitsbedingungen und Anwerbung eine Reihe von Vorschlägen, die schnellst möglich angegangen werden müssen, um bis 2013 ausreichend Erzieherinnen und Erzieher zur Verfügung zu haben.

„Wir wissen, dass der Eigenbetrieb Kita Frankfurt schon einiges versucht hat, um dem Personalmangel zu begegnen. Zusätzliche Anstrengungen sind trotzdem nötig, um im nächsten Jahr genug Betreuungsplätze bereitstellen zu können“, stellte Weber klar.
Allen voran gehe es ihrer Fraktion um die Ausbildungsmöglichkeiten in Frankfurt, weshalb eine erneute Erweiterung der Berta-Jourdan-Schule zu prüfen sei. „Ein zentrales Anliegen ist uns auch die Möglichkeit für Vollzeitbeschäftigte, sich abends oder am Wochenende weiterzuqualifizieren. Diese Möglichkeit gibt es in Frankfurt derzeit nicht“, so die Bildungspolitikerin. Die im Sommer öffnende private Fachschule könne ein solches Programm anbieten.

„Auch die Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher muss end-lich entsprechend der Verantwortung, die mit dem Beruf einhergeht, verbessert werden. Seit der Verabschiedung des neuen Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) sind Abgänger von Fachschulen und Absolventen von Hochschulen mit Bachelor-Abschluss formal gleichgestellt. Das muss sich nun auch in der Bezahlung niederschlagen“, fordert Weber. Die kommunalen Arbeitgeberverbände seien jetzt gefordert, diesem Umstand Rechnung zu tragen.
Auch solle eine europaweite Anwerbung versucht werden, wenn bundesweit nicht genug Erzieherinnen und Erzieher gefunden werden können. „Damit stärken wir gleichzeitig die bilinguale Erziehung in unseren Krippen und Kitas“, so Weber. Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen fordert die SPD-Fraktion außerdem die Wiedereinführung des städtischen Springerpools, um außergewöhnliche Betreuungsengpässe zu überbrücken. Denn neben der Gehaltsfrage seien gute und verlässliche Arbeitsbedingungen entscheidend, wenn man das Personalproblem in den Griff bekommen wolle. „Die Attraktivität des Berufs hat in den letzten Jahren gelitten und viele Erzieherinnen und Erzieher denken über einen Ausstieg nach. Dies darf nicht sein, und solange die Stadt hier nicht nachbessert, wird die Erzieherausbildung trotz aller Bemühungen nicht attraktiv genug sein, um ausreichend qualifizierte junge Leute zu gewinnen“, sagte Weber abschließend.

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