SPD Frankfurt am Main

Meldung:

27. Juni 2012
Sylvia Weber – bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

43 Jugendliche sind nicht an gymnasialen Oberstufen untergekommen: SPD sieht sich bestätigt

Die SPD-Fraktion im Römer ist verärgert über die Zahl von 43 Jugendlichen, die nach ihren Abschlüssen an Gesamt- oder Realschulen zum kommenden Schuljahr nun nicht an einer Frankfurter Oberstufenschule unterkommen und an G8 Gymnasien verwiesen werden mussten. „Wir haben bereits im Frühjahr beantragt, wegen des absehbaren Not-stands ein Provisorium oder eine Dépendance einer bestehenden Gesamtschule einzurichten. Der Magistrat hat das fatalerweise abgelehnt mit Verweis auf angeblich geplante Kapazitätserweiterungen“, kritisierte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer, Sylvia Weber. Jetzt sei genau das eingetreten, was sie befürchtet habe. Und ein Standort für den Neubau sei auch noch nicht gefunden.

„Während die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans A auf sich warten lässt, geht das schulpolitische Leben in Frankfurt weiter und der Magistrat tut nichts“, stellt Weber klar. Es sei politischer Konsens im Römer, dass eine weitere Oberstufenschule dringend gebraucht werde. Aber Planung und Bau eines Neubaus benötigten selbstverständlich Zeit und nicht zuletzt Geld in haushaltspolitisch schwierigen Zeiten.
„Der Magistrat muss jetzt endlich zweigleisig fahren mit Provisorium einerseits und paralleler Neubauplanung andererseits“, forderte die Bildungspolitikerin. Bis zur Fertigstellung eines Neubaus könnten viele Jahre vergehen. „Die Jugendlichen in Frankfurt, denen wir die Bildungswege nach oben offen halten wollen, haben mehr Aufmerksamkeit verdient – und die beste-henden Schulen ein Ende der Auslastung weit über die Schmerzgrenze hinaus“, sagte Weber. Von der im Stadtschulamt eingerichteten Arbeitsgruppe sei dazu auch nichts mehr zu hören.
„Uns drängt sich der Verdacht auf, dass das Problem ausgesessen werden soll. Aber wenn fast 50 Jugendliche in Frankfurt keinen ihrer drei Erstwünsche nach Abschluss der zehnten Klasse erfüllt bekommen, ist das ein Armutszeugnis für die schulplanerische Arbeit der Stadtregierung“, so Weber abschließend.

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