SPD Frankfurt am Main

Meldung:

03. Juli 2012
Roger Podstatny – umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Römer:

Neue Bewerbung um den Titel der Europäischen Umwelthauptstadt solange zurückstellen, bis sich die Umweltsituation in der Stadt deutlich verbessert hat

„Die Stadt Frankfurt sollte eine erneute Bewerbung für den Titel der Europäischen Umwelthauptstadt solange zurückstellen, bis sich die Umweltsituation in der Stadt deutlich verbessert hat“. Dies forderte der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Römer, Roger Podstatny. „Mit der Bewerbung als Umwelthauptstadt Europas erhebt die Stadt einen Anspruch, der in einem eklatanten Widerspruch zur realen ökologischen Situation in der Stadt steht“. Bereits vor Inbetriebnahme der neuen Landebahn sei Frankfurt extrem durch Verkehrslärm belastet gewesen. Angesichts der neuen Situation im Frankfurter Süden sei es schlicht zynisch, wenn Frankfurt sich als Umwelthauptstadt bezeichnen wolle, zumal die Belastung durch Fluglärm noch weiter zunehmen werde. Auch in anderen Feldern ist Frankfurt alles andere als ökologisch vorbildlich. Als Beispiel nannte Podstatny die Belastung durch Verkehrsabgase und die Tatsache, dass Frankfurt beim Ausbau der Solarenergie nach der von der Deutschen Umwelthilfe herausgegebenen Solarbundesliga unter den deutschen Großstädten nur auf Platz 28 stehe. Bei den Fahrpreisen im öffentlichen Nahverkehr nehme Frankfurt einen unrühmlichen Spitzenplatz ein. Die Stadt solle sich in Zukunft darauf konzentrieren, sich um eine reale Verbesserung der ökologischen Situation in der Stadt zu bemühen, statt Gelder und Verwaltungskapazität mit virtuellen PR-Maßnahmen ohne nachhaltigen Effekt zu vergeuden.

SPD Frankfurt am Main

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