SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Wiesbaden, 12. Juli 2012
Fachkräftemangel

Günter Rudolph (SPD): Warum in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag Günter Rudolph hat die heutige Pressekonferenz zur Spanienreise der Minister Rentsch und Boddenberg als „bloßen Beleg der Arbeitstätigkeit“ bezeichnet. „Außer Willenserklärungen hatten die beiden Minister ja nichts im Gepäck, Ihre Suche nach einer Lösung des Fachkräfteproblems kommt aber reichlich spät“, sagte Rudolph am Donnerstag in Wiesbaden. Schließlich sei aufgrund der demografischen Entwicklung schon seit Langem vorhersehbar, dass Deutschland ein Fachkräftemangel drohe. „Entsprechend gehandelt wurde nicht.“

Rudolph forderte die Landesregierung auf erst einmal die Potenziale im eigenen Land zu heben. „Wie müssen doch zuerst hier in Deutschland ansetzen, das Ausbildungsbudget erhöhen, die Universitäten auskömmlich ausstatten und vor allem ausgebildete Fachkräfte im Land halten, bevor wir mit viel Aufwand in anderen Ländern um Arbeitskräfte werben. Warum in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah“, sagte Rudolph. „Wir jedenfalls haben immer wieder dazu aufgefordert, über den aktuellen Bedarf hinaus auszubilden.“

Vorbildlich habe sich das Handwerk verhalten, so Rudolph, während in anderen Bereichen die Entwicklung verschlafen worden sei. „Im Handwerk wird seit Jahren Vorbildliches in punkto Ausbildung geleistet. Und das obwohl viele der Ausgebildeten nicht im Handwerk bleiben, sondern eine andere Perspektive suchen und auch finden“, so Rudolph.

Der SPD-Abgeordnete forderte die Landesregierung auf, endlich effektive Ausbildungs- und Arbeitsmarktpolitik zu betreiben und dafür ein umfassendes Konzept auf den Tisch zu legen. „Wer Fachkräfte will, muss sie ausbilden. Kürzungen in diesem Bereich sind der falsche Weg, das muss endlich auch diese Landesregierung erkennen“, so Rudolph.

SPD Frankfurt am Main

Sitemap