SPD Frankfurt am Main

Meldung:

07. September 2012
Sylvia Weber – bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

SPD fragt nach Folgen der Inklusionsverordnung im begonnenen Schuljahr

Nach Beginn des ersten Schuljahres unter der neuen Inklusionsverordnung fragt die SPD-Fraktion im Römer in einem Antrag an den Magistrat nach den ersten Erfahrungen an den Frankfurter Schulen. „Uns interessiert vor allem, wie viele Kinder mit Behinderung sich für einen Besuch an der Regelschule angemeldet haben und wie viele von ihnen nun tatsächlich diese besuchen und keine Förderschule“, erklärte die bildungspolitische Sprecherin Sylvia Weber.

Theoretisch gebe es nun zum ersten Mal die Möglichkeit für jedes Frankfurter Kind, eine Regelschule zu besuchen. „Aber das viel kritisierte neue Schulgesetz mit seinem Ressourcenvorbehalt macht die Beschulung von Kindern mit Beeinträchtigungen leider immer noch schwerer als nötig“, kritisierte Weber. Nach wie vor fehlten oft genug geeignete Räumlichkeiten und eine entsprechende Ausstattung.
„Die Tatsache, dass die Förderpädagogen nun nicht mehr offiziell zu den Kollegien gehören, sondern nur noch punktuell in die Schulen kommen, wo Kinder mit ein paar Stunden Förderbedarf sind, ist ebenfalls weder nachhaltig noch zielführend“, sagte die Bildungspolitikerin. Ihre Fraktion hoffe nun auf eine zügige Umsetzung der im Bildungsbericht angekündigten Modellregion im Frankfurter Süden, in der mehrere Schulen im Sinne der Inklusion zusammenarbeiten könnten.
„Zudem möchten wir wissen, wie der Magistrat die Schulen ermutigt, die bisher noch keine Erfahrung mit Gemeinsamen Unterricht und Inklusion gemacht haben, hier neue Wege zu gehen“, kündigte Weber an. Der Prozess brauche Zeit und es gebe sicher noch viele Ängste abzubauen, aber „am Ende können wir hoffentlich bessere Bedingungen für alle Kinder und Lehrer an unseren Schulen verzeichnen“, so Weber abschließend.

SPD Frankfurt am Main

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