SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

27. September 2012
Frauenquote und Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Gleichstellung braucht Taten – keine Sonntagsreden

Der hessische SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat bei der heutigen Landtagsdebatte zur Frauenquote betont, dass die Frauenförderung eine Führungsaufgabe in der Politik, wie auch in der Wirtschaft ist. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf darf nicht an den Kassen des Einzelhandels oder den Theken von Bäckereien und Metzgereien aufhören. Wir müssen dafür sorgen, dass in allen beruflichen Feldern und auf allen Ebenen Frauen die gleichen Aufstiegschancen haben, wie Männer. Dies gilt für Behörden und Wissenschaft genauso, wie für Unternehmen bis hinauf in die Chefetagen“, so der SPD-Politiker.

Schäfer-Gümbel wies darauf hin, dass 2011 in den 160 börsennotierten Unternehmen in Deutschland gerade einmal eine Frau in einer Chefposition sei. In über 100 der Firmen sei keine einzige Frau in Vorstand oder Aufsichtsrat (Arbeitgeberseite). „Dieser Zustand ist inakzeptabel. Es muss dafür gesorgt werden, dass wir in Führungspositionen einen deutlich höheren Frauenanteil erreichen. Die Bundesratsentscheidung für eine Frauenquote in Spitzenjobs vom vergangenen Freitag war ein wichtiger Schritt auf diesem Weg“, sagte Schäfer-Gümbel.

Die Landesregierung kritisierte er deutlich für den niedrigen Frauenanteil auf Abteilungsleiterebene. Auf Anfrage der SPD hat die Landesregierung mitgeteilt, dass in der Landesverwaltung gerade sieben von 57 Abteilungsleiterposten von Frauen besetzt seien. Kürzlich habe sich die Zahl zwar auf acht erhöht. „Wenn die Landesregierung in dieser Geschwindigkeit weitermacht, haben wir immerhin 2032 eine Quote von 50 Prozent“.

SPD Frankfurt am Main

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