SPD Frankfurt am Main

Meldung:

05. Oktober 2012
Kommentar von Gernot Grumbach

Der neue Armuts- und Reichtumsbericht

Portraitfoto von Gernot Grumbach

Noch ist es ein Entwurf. Aber er hat ins Schwarze getroffen, der neue Armuts- und Reichtumsbericht. Trotz Krise, die Deutschen sind in fünf Jahren um 16% reicher geworden. Aber was für eine Verteilung! Der Anteil der oberen 10 % ist von 45 auf 53 % gestiegen. Für die unteren 50% ist der Anteil von 4 auf 1% geschrumpft. Die Lohnentwicklung zeigt, dass es so weiter geht. Die höheren Löhne steigen leicht, die
unteren sinken. Es ist Zeit, für steigende Niedriglöhne zu sorgen und einen Mindestlohn einzuführen, wenn wir die Verarmung nicht weiter treiben wollen. Die Konsequenzen wären hart, bei Bildung, Wohnung und Gesundheit. Arme Menschen sterben z.B. 6–8 Jahre früher als andere. Wer verhindern will, dass die Hälfte der Bevölkerung zukünftig nur noch Schulden hat, der kommt um Umverteilung nicht herum. Niemand will alle gleich machen, aber Demokratie verträgt nur ein beschränktes Maß an Ungleichheit.

(Aus: Sozialdemokrat 10-2012)

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