SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

17. November 2012
SPD Hessen-Süd diskutiert über die Zukunft der Rente

Lebensstandard sichern, Brücken in die Rente bauen

+"Die Kosten für die Alterung unserer Gesellschaft gerechter verteilen.“

„Die SPD wird die gesetzliche Rente weiter stärken und modernisieren, “ erklärte der Bezirksvorsitzende Gernot Grumbach beim Kongress „Neue Zeiten Denken“ der SPD Hessen-Süd am 17. November. „Wir können die Kosten für die Alterung unserer Gesellschaft nicht wegreformieren. Aber wir können sie gerechter verteilen“, forderte er vor rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Frankfurter SPD-Haus. Das derzeitige Rentenniveau müsse aufrechterhalten werden. Im Gegensatz zur schwarz-gelben Bundesregierung habe die SPD ein schlüssiges Gesamtkonzept und nicht nur einzelne, populistische Maßnahmen wie die so genannte „Lebensleistungsrente“.


Direkt zum Fotoalbum

Welche negativen Folgen die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt mit mehr Teilzeitarbeit, Minijobs, Befristungen oder Solo-Selbständigen auf das Rentenniveau haben, machte Ingo Nürnberger, Leiter der Abteilung Sozialpolitik beim DGB-Bundesvorstand, deutlich. Er forderte eine Erwerbstätigenversicherung für möglichst alle sowie ein dauerhaftes Rentenniveau von 50 Prozent.

Über Altersarmut und die ungerechte Verteilung von Vermögen referierte Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster. Die Lebensleistung von Menschen müsse berücksichtigt werden, forderte der Sozialwissenschaftler. Dazu gehörten neben der Arbeit auch Weiterbildungen, Erziehung oder Pflege. Die so genannte „Lebensleistungsrente“ der Bunderegierung sei ein Etikettenschwindel.

Für flexible und kluge Übergänge beim Renteneintritt warb Armin Schild, IG Metall-Bezirksleiter und Mitglied des SPD-Parteivorstands. Ein statisches Renteneintrittsalter werde der differenzierter werdenden Arbeitswelt nicht gerecht. Es müsse auch faire Übergänge für Menschen geben, die nicht bis zum Alter von 65 oder 67 Jahren arbeiten könnten - und das ohne Erwerbsminderung. Auch mehr Altersteilzeit sei wünschenswert, erklärte er.

„Die Sicherung des Lebensstandards muss neben der Armutsvermeidung wieder das Leitprinzip der gesetzlichen Rentenversicherung werden“, forderte Lucia Schneider-Adams, von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung. Dies könne nur eine solidarische, über die Umlage möglichst vieler Menschen finanzierte Rentenversicherung leisten, unterstrich sie.




SPD Frankfurt am Main

Sitemap