SPD Frankfurt am Main

Meldung:

19. November 2012
Eugen Emmerling – Sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Römer

Emmerling: „Schul- und Sportdezernat müssen endlich zusammenarbeiten“

Emmerling: „Schul- und Sportdezernat müssen endlich zusammenarbeiten“

„Frankfurt nutzt seine bestehenden Sportstättenkapazitäten nur ungenügend. Die Zusammenarbeit zwischen Schul- und Sportdezernat würde mit einer glatten sechs bewertet werden müssen“, so fasste Eugen Emmerling, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Römer die Ergebnisse eines Erfahrungsaustausches mit Vertreterinnen und Vertretern von ca. 50 Frankfurter Sportvereinen zusammen. Sportvereine leisten in der Kinder- und Jugendarbeit einen unverzichtbaren Beitrag zu Gesundheitserziehung und zur sinnvollen Freizeitgestaltung. „Frankfurt kann es sich einfach nicht mehr leisten, dass in vielen Stadtteilen Schulen und Sportvereine in der Nachmittagsbetreuung nicht zusammenarbeiten.“

Sportvereine beklagen eine mangelnde Transparenz bei der Vergabe von Schulturnhallen in der Zeit vor 17 Uhr. Erst ab 17 Uhr vergibt das Sportamt die Flächen auch in diesen Hallen. Die Zusammenarbeit der Vereine mit dem Schuldezernat funktioniere meist weder über den Sportkreis, noch direkt, bemängelten verschiedene Teilnehmer. Aus Sicht der SPD-Fraktion ist eine durchgängige Nutzung der Schulturnhallen auch am Nachmittag notwendig. „Optimal wäre die Koordinierung von Angeboten und Bedarf auf Stadtteilebene durch eine Stelle für den ganzen Tag. Nur so lässt sich die geforderte Transparenz herstellen“, fordert Emmerling. Die Vergabe der Räume durch die Saalbau funktioniert gut, das meinen auch die Vereinsver-treter. Darum könnte dieses System auch für die Vergabe der Schulräume an Vereine als Vorbild gelten.



Bereits bei der Planung von Schulsportanlagen sollte auch der Bedarf von Sportvereinen berücksichtigt werden, fordert Roger Podstatny, Stadtverordneter im Sportausschuss. Als Beispiel nannte er die geplante Sporthalle an der IGS West: „Gespräche mit Sportvereinen im Frankfurter Westen haben ergeben, dass der Wunsch besteht, in der zu errichtenden Sporthalle auf professionellem Niveau Handball zu spielen. Es besteht beim Handball gemäß der Umfrage des Sportkreises in Frankfurt großer Bedarf an zusätzlichen Sportstätten. Insofern ist die Stadt gut beraten, frühzeitig das Gespräch mit dem organisierten Sport zu suchen.“

Das größte Defizit an Sportstätten in Frankfurt besteht beim Schwimmsport. Mehrere Schulschwimmbäder sind derzeit ganz oder teilweise geschlossen. Die knappen Hallenbäderflächen werden von drei Hauptnutzergruppen nachgefragt: Schulklassen, Schwimmvereine und Freizeitschwimmer. Deshalb sind Schulschwimmbäder, die auch durch die Vereine nutzbar sind, unverzichtbar und ein Gewinn für Freizeitschwimmer. Die Frankfurter Schwimmvereine beklagen seit Jahren das Fehlen von Wettkampf-Trainingsmöglichkeiten. Dass beim geplanten Neubau einer Schwimmhalle an der Dahlmannschule im Ostend vom Schuldezernat Gespräche mit den Vereinen zur verbesserten sportlichen Nutzung abgelehnt werden, sieht Eugen Emmerling als weiteres Indiz für die ungenügende Abstimmung. Die Chance auf den Neubau eines Sport-Trainingsbades könnte in den nächsten Jahrzehnten so nicht wiederkehren.

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