SPD Frankfurt am Main

Meldung:

03. Dezember 2012
Sylvia Weber – bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Erzieherpersonal nach Frankfurt: Was die Stadt tun muss, um als Arbeitgeberin noch attraktiver zu werden

Die SPD-Fraktion wird im heutigen Ausschuss für Bildung und Integration einen Antrag vorlegen, der den Magistrat auffordert, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher nach Frankfurt zu holen. „Im Hinblick auf den 1. August 2013 und den Rechtsanspruch steht Frankfurt im Wettbewerb mit anderen Kommunen um die besten Erzieherinnen und Erzieher. Als Stadt mit hohen Miet- und Fixkosten sind wir strukturell im Nachteil und müssen kreativ werden, um qualifiziertes Personal für unsere Kitas zu gewinnen“, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer, Sylvia Weber.

Ihre Fraktion wisse um die vorbildlichen Angebote, die der Eigenbetrieb Kita Frankfurt bereits entwickelt habe, wie zum Beispiel der kostenfreie Kitaplatz für die eigenen Kinder der Erzie-herinnen und Erzieher. Im Bericht B 362 werden weitere Ideen diskutiert, welche die SPD-Fraktion gerne auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft hätte. „Von zentraler Bedeutung ist in Frankfurt ohne Zweifel eine bezahlbare Miete. Da die Schaffung von günstigem Wohnraum aber noch Zeit in Anspruch nehmen wird, soll die Stadt prüfen, ob ein Mietkostenzuschuss an Erzieherinnen gezahlt werden kann, die nach ihrer Ausbildung in Frankfurt bleiben möchten“, schlägt Weber vor.
Ebenso sei ein bezuschusstes Jobticket für die Angestellten der freien Träger denkbar analog zum Jobticket der Stadtverwal-tung. Außerdem möchte die SPD-Fraktion ein berufsbegleitendes Qualifizierungsprogramm einrichten für Quereinsteigerinnen aus anderen sozialen Berufen, die eine Umschulung zur Erzieherin machen wollen.
Mit einem Punkt des Berichts sei ihre Fraktion jedoch nicht einverstanden: „Die Kooperation mit Personalservicefirmen für den Springerpool sollte umgehend eingestellt werden. Hier ist die Stadt gefragt, einen Pool aus eigenen, städtischen Beschäftigten einzurichten, die fest angestellt und nach dem städtischen Tarif bezahlt werden und die natürlich genauso flexibel eingesetzt werden können“, kritisierte Weber. Sie wünscht sich, dass der Magistrat die Vorschläge zur Personalgewinnung im Kitabereich möglichst schnell prüft und umsetzt, „denn die Zeit drängt doch sehr“.

SPD Frankfurt am Main

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