SPD Frankfurt am Main

Meldung:

19. April 2013
Sylvia Weber – Bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

SPD vermisst roten Faden beim Thema Sprachförderung

Nachdem bekannt wurde, dass der Magistrat das Projekt „mitSprache“, das gut zehn Jahre an sieben Frankfurter Schulen lief, einstellen wird, fragt die SPD-Fraktion in einem Antrag nach alternativen Vorstellungen des Magistrats. „Die Streichung dieses Sprachförderprojekts widerspricht den Ergebnissen des Integrationsmonitorings, der Handlungslinie 19 des beschlossenen Integrations- und Diversitätskonzeptes und den Aussagen der Koalition, das Thema Sprachförderung ganz oben anzusiedeln“, kritisierte die bildungspolitische Sprecherin Sylvia Weber. Der Magistrat solle nun die Gründe für seine Entscheidung darlegen und schleunigst ein stadtweites, finanziell abgesichertes Gesamtkonzept für Frankfurt vorlegen.

„Wir wissen seit dem Integrationsmonitoring, dass unsere Sprachförderangebote nicht die gewünschten Ergebnisse zeigen. Gegen das Auslaufen eines Projektes ist insofern nichts einzuwenden. Die offene Frage ist nur, wie der Magistrat gedenkt, künftig mit dem Problem umzugehen“, sagte die Bildungspolitikerin. Bestehende Angebote abzubauen ohne eine Alternative sei nicht hinnehmbar.
Es sei unklar, ob inhaltliche oder finanzielle Gründe der Einstellung von „mitSprache“ zugrunde lägen und wie es nun weitergehe.
„Der Magistrat ist durch die beschlossene Handlungsrichtlinie 19 und seine eigenen Aussagen verpflichtet, diese Förderungslücke zu schließen und endlich einen roten Faden in seine In-tegrationspolitik zu bringen“, erklärte Weber. An dieser Stelle entscheide sich die Qualität der kommunalen Integrationspolitik und auch die Glaubwürdigkeit der Koalition in dieser Frage. Ein strukturiertes und fundiertes Vorgehen, das sich auf eine Evaluation stützen kann, die ihren Namen verdient, stehe jetzt an.

SPD Frankfurt am Main

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