SPD Frankfurt am Main

Meldung:

12. Juli 2013
Ursula Busch – sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

SPD würdigt humanitäre Roma-Sprechstunde des Stadtgesundheitsamtes und fragt nach Perspektiven

Angesichts der Diskussionen in jüngster Zeit über den Zuzug von Menschen aus Bulgarien und Rumänien, die oft der Minderheit der Roma angehören, hat die SPD-Fraktion in einer Anfrage auf das Schicksal dieser Menschen aufmerksam gemacht und die Arbeit des Stadtgesundheitsamtes gelobt. „Die Betroffenen kommen oft ohne Sprachkenntnisse, Krankenversicherung und Geld zu uns nach Frankfurt - auf der Suche nach Arbeit und Hilfe. In der humanitären Sprechstunde, der ältesten ihrer Art in Europa, wird Vorbildliches für die Unterstützung der Roma geleistet“, lobte die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer, Ursula Busch.

Es gehe nun darum, vom Magistrat zu erfahren, wie die Nachfrage nach der Sprechstunde aussehe und welche Personal- sowie Sachmittel zur Verfügung stünden – jetzt und in Zukunft. „Wir wünschen uns mehr Öffentlichkeit für diese wichtige Arbeit und finanzielle Sicherheit auch in Zeiten knapper städtischer Haushalte“, betonte Busch. Ihre Fraktion hoffe, dass die humanitäre Roma-Sprechstunde im kommenden Haushalt entsprechend unterstützt werde.

Die 1997 ins Leben gerufene, offene Sprechstunde für Roma, die durch eine Kooperation des AMKA, des Gesundheits- und Sozialamtes entstand, erlaubt eine kostenlose und anonyme Behandlung der hilfesuchenden Menschen durch einen Rumä-nisch sprechenden Arzt. „Kurz nach Eröffnung der Sprechstun-de besuchte eine Delegation des EU-Ratskomitees die Einrich-tung, die seinerzeit einzigartig war, und schlug ein ähnliches Modell für andere europäische Großstädte vor. Es wäre schön, wenn diese europäische Vernetzung wieder mehr zum Tragen käme“, so die Sozialpolitikerin.

Auch über die Vernetzung mit örtlichen Arztpraxen und die Würdigung der außerordentlichen persönlichen Leistungen, die diese offene Sprechstunde erst ermöglicht haben, möchte die SPD-Fraktion informiert werden. „Wir haben großen Respekt vor denjenigen, die sich hier seit vielen Jahren mit Engagement und Fachwissen einbringen“, so Busch, „auch Ihnen ist es die Stadt Frankfurt schuldig, dass der Bestand der Roma-Sprechstunde weiterhin gesichert wird.“


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