SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

24. Juli 2013
Hochschule

Gernot Grumbach (SPD): Millionenspritze von CDU und FDP für skandalumwitterte EBS mehr als fragwürdig

Der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion und Mitglied in der Mannschaft für den Wahlsieg für den Bereich Wissenschaft und Innovation, Gernot Grumbach, hat die Millionen-Förderung der European Business School (EBS) durch die Landesregierung „unverhältnismäßig hoch und mehr als fragwürdig“ genannt. „Wir sind erstaunt, dass trotz klammer Kassen und aktuellem Förderskandal samt Untersuchungsausschuss die Mittel des Landes ungehindert und reichlich in die Privatuni fließen. Die Förderung für die EBS ist nicht nur um ein Vielfaches höher als die der anderen Privatuniversitäten, sie ist auch geradezu explodiert, seit dem der Skandal bekannt ist“, sagte Grumbach am Mittwoch in Wiesbaden.

Wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervorgeht, habe die EBS in diesem Jahr fast 1,2 Millionen Euro an Zuschüssen für ihre Studienplätze vom Land erhalten. In nur drei Jahren sei die Förderung von 457.000 € auf über eine Million angestiegen. Angesichts der deutlichen Unterfinanzierung öffentlicher Hochschulen in Hessen werfe die Höhe der Förderung, wie sie der EBS zuteilwerde, viele Fragen auf. Es sei grundsätzlich nichts gegen die Zahlungen an private Einrichtungen einzuwenden, nur hätte das Geld auch gut an staatlichen Hochschulen investiert werden können. Auf einen derartigen Geldsegen aus Wiesbaden warten die öffentlichen Hochschulen weiter vergeblich. „Dies ist aus Sicht der SPD ein falscher Ansatz. Daher werden wir ihn nach der Wahl korrigieren“, so der SPD-Politiker.

SPD Frankfurt am Main

Sitemap