SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

21. August 2013
Klaus Oesterling – Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer:

Flughafen-Umfrage der „Stiftung Marktwirtschaft“ geht an der Realität vorbei und ist Ausdruck der Vorurteile der Verfasser

„Als bedenklichen Nachweis von Realitätsverlust und Ausdruck der Vorurteile der Verfasser“ hat der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Römer, Klaus Oesterling, die von der sogenannten „Stiftung Marktwirtschaft“, einem bekannten Zusammenschluss Neoliberaler, vorgelegte Studie zu den Motiven aktiver Flughafenausbaugegner bezeichnet.

Die Autoren schrieben völlig zu Recht, sie seien von „zwei zentralen Forschungshypothesen“ ausgegangen, die sie „letztlich bestätigt gesehen“ hätten. In der Tat sei bei der Untersuchung herausgekommen, was beabsichtigt gewesen sei. Gemessen an der Praxis erwiesen sich die „bestätigten Forschungshypothesen“ dagegen eher als belustigende Vorurteile. Wenn etwa die Autoren zu dem Ergebnis kämen, die Protestierer seien überwiegend „politisch eher Mitte-Links orientierte“ Bürger, so hätten die Verfasser offenkundig völlig übersehen, dass etwa bei der letzten Frankfurter Oberbürgermeisterwahl gerade viele langjährige CDU-Wähler im Frankfurter Süden dem SPD-Kandidaten wegen der Flughafenfrage ihre Stimme gegeben hätten. „Ein Blick auf die Realität hätte hier vielleicht weiter geholfen, als das Aufkochen der eigenen Arbeitshypothesen“, so Oesterling. Eine von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Auftrag gegebene seriöse Umfrage habe überdies ergeben, dass etwa die Forderung nach einer Ausweitung des Nachtflugverbotes nicht nur bei SPD- und Grünen, sondern auch bei einer deutlichen Mehrheit der CDU-Wähler auf Zustimmung stoße. Schließlich sei auch die Unterstellung, die protestierenden Bürger seien vom Prinzip her parteienfern und misstrauten der Parteiendemokratie, unsinnig.



„Gerade bei der letzten Frankfurter Oberbürgermeisterwahl und den letzten Landtagswahlen in Baden-Württemberg sowie der letzten Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl haben die Bürger gezielt ihre Stimme eingesetzt, um Veränderungen zu erzielen“, so Oesterling. „Eigentlich sollten die Verfasser die Bürger für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, ihre Stimme bei Wahlen einzusetzen danken, anstatt mit als Arbeitshypothesen getarnten Vorurteilen zu arbeiten“.

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