SPD Frankfurt am Main

Meldung:

08. Oktober 2013
Rita Streb-Hesse – Vorsitzende des Ausschusses für Bildung und Integration:

Was wird aus dem Inklusionsmodell im Frankfurter Süden?

Im Rahmen der Modellregion für inklusive Schulentwicklung im Frankfurter Süden sollen dort angeblich zwei Förderschulen geschlossen werden. „Da bisher die Stadtver-ordnetenversammlung noch nicht informiert wurde, wollen wir vom Magistrat erfahren, welche Standorte aufgegeben werden sollen und welche Folgen das für die Schullandschaft im Süden hat“, erklärte die Ausschussvorsitzende Rita Streb-Hesse die Anfrage ihrer Fraktion.

Es sei sehr zu begrüßen, dass im angekündigten Schulentwicklungsplan sowohl die allgemeinbildenden als auch die Förderschulen gemeinsam behandelt würden. „Im Sinne der Inklusion müssen beide Schulformen zusammen gedacht und weiterentwickelt werden“, sagte die Bildungspolitikerin.
Allerdings sei es ohne Alternative, so transparent wie möglich vorzugehen und alle Akteure von Anfang an einzubinden, da sonst jegliche Neuausrichtung der Schulpolitik zum Scheitern verurteilt sei.
„Falls wirklich Förderschulstandorte aufgegeben werden sollen, ist die entscheidende Frage, was mit den frei werdenden Ressourcen geschieht. Vor allem denke ich hier an die Pädagogischen Fachkräfte, die den Sozialpädagogischen Förderzentren zugeteilt sind und jeweils an die Schulen entsandt werden“, so Streb-Hesse. Die Tatsache, dass diese Lehrkräfte seit der neuen Inklusionsverordnung des Landes Hessen nicht mehr Teil ihrer Kollegien sind, sondern als Springerkräfte je nach Bedarf an den unterschiedlichsten Schulen eingesetzt werden, gehöre zu den größten Schwächen der Landesgesetzgebung.
„Wir wünschen uns einen Erfolg des Modellprojekts und die Beteiligung und Information aller Institutionen und Personen, die hierzu beitragen können“, so die Stadtverordnete abschließend. Es sei jetzt Sache des Magistrats, einen Zeit- und Ablaufplan zu veröffentlichen.

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