SPD Frankfurt am Main

Meldung:

14. Februar 2014

Ehrenamtliche Sozialdemokraten mehr unterstützen

Interview mit der neuen SPD-Generalsekretärin Nancy Faeser
+Nancy Faeser, neue Generalsekretärin der SPD Hessen.

Interview mit der neuen Generalsekretärin der HessenSPD Nancy Faeser. Sie berichtet über ihr "sozialdemokratisches Zuhause" und kündigt an, ehrenamtliche Sozialdemokraten mehr zu unterstützen und zu zeigen, warum die SPD die bessere Alternative für Hessen ist.

Frage: Was bedeutet dir die SPD?
Nancy Faeser: Die Sozialdemokratie ist mein politisches Zuhause. Meine Familie war bereits sozialdemokratisch geprägt. Mein Opa war in der Arbeiterbewegung in Duisburg verwurzelt und mein Vater war Bürgermeister und später Direktor des Planungsverbandes Frankfurt/Rhein-Main. Dementsprechend war es bei uns in der Familie üblich, viel über Politik zu sprechen. Ich selbst bin bereits vor 26 Jahren in die SPD eingetreten, weil mich die stets friedliche lange Tradition der SPD sehr beeindruckt hat. Viele mutige Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben sich unter oft sehr schwierigen Bedingungen für Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit eingesetzt. Auch nach mehr als 150 Jahren sind diese Werte immer noch sehr aktuell. Die Gesellschaft hat sich zwar sehr gewandelt, aber die Menschen haben nach wie vor ein hohes Gerechtigkeitsempfinden. Die SPD war immer die Partei der Moderne. Ich freue mich, an diesen gesellschaftlichen Aufgaben nun in einer besonderen Funktion mitarbeiten zu können.

Frage: Wofür hast du dich besonders engagiert?
Nancy Faeser: Für mich war die die Flüchtlingspolitik immer eine sehr entscheidende, weshalb ich mich freue, dass im Koalitionsvertrag im Bund zahlreiche Verbesserungen im Aufenthaltsrecht vorgesehen sind. Diese gilt es nun zügig umzusetzen.
Ich sehe es als eine wichtige Aufgabe der Politik an, der Spaltung der Gesellschaft entgegen zu wirken. Das war für mich auch ein Grund, vor Ort einen Verein gegen Kinderarmut zu gründen, um ganz konkret Hilfe leisten zu können.
Aber wir brauchen auch eine gesellschaftspolitische Antwort, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu fördern. Seit über zwanzig Jahren engagiere ich mich in der Kommunalpolitik. Vor Ort entscheidet sich, ob der gesellschaftliche Zusammenhalt funktioniert. Deshalb ist die Kommunalpolitik das Herzstück der Demokratie. Allerdings sind die Rahmenbedingungen für die Kommunen in Hessen viel schwieriger geworden. Hier ist das Land in der Pflicht, für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden zu sorgen. Auch das Ehrenamt und das bürgerschaftliche Engagement muss gestärkt und gefördert werden. Dafür setze ich mich ein.

Frage: Vor welchen Herausforderungen steht der SPD-Landesverband in der Opposition?
Nancy Faeser: Wir werden zeigen, dass wir die bessere Alternative zur Landesregierung sind und die Lebensverhältnisse der Menschen verbessern wollen. Wir kämpfen um die Meinungsführerschaft bei sozialer Gerechtigkeit, Bildung und Innovation, Arbeit und Wirtschaft, Bürgerrechte und einer weltoffenen, inklusiven Gesellschaft. Für uns ist auch entscheidend, wie eine Landesregierung mit dem eigenen Personal umgeht. Deshalb hatten wir den Gewerkschaften einen Pakt für Beschäftigung angeboten, in dem es um Verbesserungen ihrer Arbeitsverhältnisse ging. Die hessischen Beamtinnen und Beamten dürfen nicht zum Sparschwein der Landesregierung werden.
Hessen hat eine erfolgreiche Wirtschaft, die wir fördern und weiterentwickeln müssen, um weiterhin viele Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.

Frage: Was liegt dir besonders am Herzen?
Nancy Faeser: Es gibt zwei Bereiche, die ich zuerst anpacken möchte. Zum einen müssen wir selbstbewusst zeigen, warum wir die bessere Alternative für Hessen sind. Dazu gehört eine verbesserte Kommunikation und eine stärkere Vernetzung mit allen gesellschaftlichen Kräften, wie den Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen und Unternehmen. Zum anderen möchte ich unseren ehrenamtlich tätigen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten mehr Unterstützung anbieten. Sie opfern viel Freizeit um sich vor Ort zu engagieren. Das sollten wir nach Kräften unterstützen und fördern. Die Vorbereitung der Kommunalwahlen im Jahr 2016 wird dabei auch im Vordergrund stehen.



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