SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

25. März 2014
Sylvia Weber – bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

SPD fordert Kompensation für die Ernst-Reuter-Schulen und respektvollen Umgang

Nach Bekanntwerden der Pläne für den Ausbau der Europäischen Schule hat sich die SPD-Fraktion im Römer an die Seite der Ernst-Reuter-Schulen gestellt. „Es sieht der Schuldezernentin ähnlich, sich für das selbstverständliche Angebot eines Alternativgrundstücks feiern zu lassen, was wohl das Allermindeste ist, was man nach diesem Umgang mit den Ernst-Reuter-Schulen erwarten kann. Was jetzt aber wirklich ansteht ist eine echte Kompensation in Form eines Vorziehens der Sanierung der ERS I und II, die nicht im Aktionsplan Schulbau enthalten sind“, kritisierte die bildungspolitische Sprecherin Sylvia Weber.

Nachdem die Schulgemeinden von dem Vorgehen des Magistrats aus der Zeitung erfahren hatten und nun Fakten geschaffen seien, stünde nun endlich morgen ein Informationstermin im Stadtschulamt an, an dem jetzt nur noch vollendete Tatsachen vorgestellt werden. „Das soll offenbar der angekündigte Weg der Transparenz und Offenheit gegenüber den Frankfurter Schulen sein“, so Weber. Es sei ohne Not viel Porzellan zerschlagen und Vertrauen vor Ort zerstört worden.
„Es ist völlig nachvollziehbar, dass der Schulträger der Europäischen Schule ein Angebot machen muss und dieser Standort hier gehalten wird. Aber warum wurden nicht alle Beteiligten an einen Tisch geholt, um auf Augenhöhe miteinander zu sprechen?“, ärgert sich die Bildungspolitikerin. Die Dezernentin schüre so Ressentiments gegenüber der Privatschule, obwohl es eigentlich ihre Aufgabe sei, genau das zu verhindern.
Es seien zudem noch viele Fragen offen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass beide im Gespräch befindlichen Flächen für die Ortsumfahrung Praunheim vorgesehen seien.
„Da die Ernst-Reuter-Schulen bedauerlicherweise nicht im Aktionsplan Schulbau sondern nur mit Planungsmitteln im Haushaltsplan vorgesehen sind, ist es nun nötig, die Sanierung der Turnhallen, der Schwimmhalle und der Außenfassade zeitlich vorzuziehen. Ansonsten ist mit einer Realisierung vor 2018 nicht zu rechnen, was für uns absolut inakzeptabel ist “, so Weber.
„Es kann nicht sein, dass die staatlichen Ernst-Reuter-Schulen, deren Renovierungsbedarf seit Jahren bekannt ist, vor sich hin schimmeln, während nebenan die Europäische Schule mit Geld aus Bundesmitteln einen repräsentativen Neubau errichtet“, sagte die Bildungspolitikerin.
Der Magistrat sei nun am Zug, hier bei der Aufstellung des Doppelhaushalts 2015/2016 entsprechend tätig zu werden.

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