SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 08. September 2014

Mehr Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder schaffen

Sylvia Kunze, stellvertrende Vorsitzende der Frankfurter SPD: Betreuungslücke schließen

Die Betreuungslücke im Grundschulbereich zu schließen bezeichnet Sylvia Kunze, stellvertretende Vorsitzende der Frankfurter SPD, als eine der vordringlichen Aufgaben für die Stadtregierung. Nach dem Ausbau der Betreuungsplätze für die unter Dreijährigen muss dieses Thema nun auf der politischen Agenda nach oben gehoben werden.

Es ist absurd, dass Eltern von Kindergartenkindern eine sehr gute Betreuungssituation vorfinden. Sobald aber die Einschulung ansteht aber für rund 1/4 der Kinder keine ausreichende Betreuung mehr verfügbar ist, sagt Kunze. Um den Bedarf der Frankfurter Eltern nach Ganztagsbetreuung abzudecken, muss die Versorgungsquote von heute ca. 56% auf 75% angehoben werden. Dies ist mit dem von der Stadtregierung angestrebten Ausbau von 600 Plätzen pro Jahr nicht in einer vertretbaren Zeit zu schaffen. Wenn in dem Tempo weiter ausgebaut wird, erreichen wir die nötigen 75% erst in 11 Jahren. Statt dessen sollte das Ziel sein, eine Bedarfsabdeckung in 2-3 Jahren zu erreichen.

Der Ausbau kann im Rahmen der erweiterten Schulischen Betreuung, in Ganztagsschulen mit mindestens Profil 2 oder in der offenen Frankfurter Ganztagsschule erfolgen. Auch die Aufstockung klassischer Hortplätze sollte kein Tabu sein. Wichtig ist es, dabei Konzepte für einen flexiblen Übergang zu einer Ganztagsbetreuung an der Schule zu haben, die den Trägern Planungssicherheit geben.

Das Ziel ist ehrgeizig. Die Stadt Frankfurt erhält aber aktuell Rückendeckung vom Land Hessen, weil sie als Modellregion im Pakt für den Nachmittag ausgewählt wurde. Auch wenn der Pakt insgesamt mit nur 4 Modellregionen und einer Absicherung von Betreuung bis 14:30 Uhr weit hinter den Wahlversprechen der Grünen eine Betreuungsgarantie zu geben zurückbleibt, kann die Stadt Frankfurt davon profitieren, wenn das Land Hessen Finanzmittel für die Betreuung bis 14:30 Uhr bereit stellt. Die Stadt kann die freiwerdenden Mittel nutzen, um den Ausbau der Ganztagsbetreuung voranzutreiben.

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