SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

27. Oktober 2014
Dr. Renate Wolter-Brandecker, Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

SPD fordert schnelle und gründliche Sanierung der bedeutenden Grabstätten Frankfurter Familien auf dem Peterskirchhof

„Seit Jahren verwittern die für die Stadtgeschichte Frankfurts so bedeutenden Grabstätten auf dem Peterskirchhof, das ist eine Schande für die Stadt Frankfurt“, erklärte die kulturpolitische Sprecherin Renate Wolter-Brandecker in einer Anfrage ihrer Fraktion.

Der Peterskirchhof, der von 1503 bis 1828, bis zur Eröffnung des heutigen Hauptfriedhofs, der Begräbnisort Frankfurter Bürgerinnen und Bürger war, sei die Ruhestätte bedeutender Frankfurter Familien, erläuterte die SPD-Kulturpolitikerin. Doch die Gräber der Holzhausens, der Fürstenberger, der Stalburgs, der Bethmanns und auch das Grab von Goethes Vater wurden über viele Jahre dem Verfall preisgegeben. „Der Umgang mit dieser wichtigen Erinnerungsstätte, diesem Teil der Stadtgeschichte ist ein Trauerspiel. Der Magistrat muss endlich Geld für die Sanierung der noch zu rettenden Grabmale bereitstellen“, forderte Renate Wolter-Brandecker.
Die Grabmale müssten dringend klassifizieret und fachmännisch so gut wie möglich saniert werden. Fachleute hatten die Kosten der Sanierung auf bis zu 5 Millionen Euro beziffert.
Die SPD-Fraktion will vom Magistrat wissen, wann die Mittel für eine Sanierung bereitgestellt werden, wie viele Grabmale noch gerettet werden könnten und wie viele bereits endgültig zerstört seien. „Beim Peterskirchhof muss schnellstens gehandelt werden, sonst ist dieser wichtige Teil Frankfurts Geschichte endgültig untergegangen“, kritisierte Wolter-Brandecker. Sie verwies darauf, dass im kommenden Jahr, nach der Sanierung des Turms der Peterskirche, auch das Grünflächenamt die ihm unterstellten Grünflächen einer Grundsanierung unterziehen werden. Dafür sei dem Grünflächenamt bereits 2013 über eine Million Euro bereitgestellt worden. „Es ist umso unverständlicher, wenn nicht auch die Grabmale nun endlich saniert werden, damit sie nicht als einziger Teil dieses wichtigen historischen Ortes der Stadt weiter dem Verfall preisgegeben sind. Für die Sanierung der Grabstätten ist das Kulturdezernat zuständig, das bisher tatenlos zugesehen hat“, kritisierte die SPD-Kulturpolitikerin.

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