SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

24. April 2015
Sylvia Weber, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Der Schulträger muss beim Pakt für den Nachmittag nachbessern, wenn er ein Erfolg werden soll

Die SPD-Fraktion im Römer wird mittels einer Tischvorlage für die Sitzung des Ausschusses für Bildung und Integration am kommenden Montag den Antrag NR 1158 der schwarz-grünen Koalition zum Pakt für den Nachmittag zu-rückstellen und Nachbesserungen fordern. „Die geringe Nachfrage nach dem Pakt bei den Frankfurter Grundschulen hat handfeste Gründe, die der Magistrat in Abstimmung mit dem Land zügig aus der Welt räumen muss. Wir brauchen die Betreuungsplätze für Grundschulkinder dringend“, stellte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer, Sylvia Weber, klar.
De facto sei das hochgelobte Programm der schwarz-grünen Landesregierung zumindest in Frankfurt bei den Grundschulen durchgefallen.

Ihre Fraktion wolle den Antrag der Koalition NR 1158 so lange zurückstellen, bis der Magistrat die Gründe für die ablehnende Haltung der Grundschulen ermittelt und diese behoben habe.
„Wir wissen auch nach wie vor nicht, wie viele Grundschulen im Rahmen des Pakts zum kommenden Schuljahr nun wirklich an den Start gehen und wie es in den anderen hessischen Modellregionen aussieht. Vielleicht hatten die Schulen dort andere Bewerbungsbedingungen“, gibt Weber zu bedenken.
Mögliche Fördergelder aus Wiesbaden, die aufgrund der geringen Teilnahme zu verfallen drohten, müssten für das übernächste Schuljahr 2016/2017 reserviert werden, wenn der Pakt auf hoffentlich größere Resonanz stoße.
„Wir fordern den Magistrat auf, die Hindernisse abzubauen und ein attraktives Ganztagkonzept in Kooperation mit dem Land auf den Tisch zu legen, das für unsere Grundschulen eine echte Verbesserung und Alternative darstellt“, so Weber abschließend. Die Schulen einfach unter Druck zu setzen, so wie es die Koalition mit ihrem Antrag plane, werde keine Unterstützung durch die SPD erfahren.
„Es gilt, die Bedenken der Schulen ernst zu nehmen und auf Augenhöhe mit ihnen andere Bedingungen auszuhandeln. Ihnen die Pistole auf die Brust zu setzen, wie es der Magistrat nun vorhat, kann nur schief gehen“, prophezeite Weber. Eine nachhaltige Ganztagsentwicklung der Grundschulen gehe nur mit diesen, nicht gegen sie.

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