SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 08. Juni 2015

Rennbahn: Schlammschlacht im bürgerlichen Lager Schwarz-Grün hätte den Rennbahnbetrieb nicht verlängern dürfen

Klaus Oesterling – Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer:
Klaus Oesterling

„Die Debatte um die Zukunft der Rennbahn entwickelt sich immer mehr zur Schlammschlacht im bürgerlichen Lager“. Mit diesen Worten reagierte der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Römer, Klaus Oesterling, auf die jüngsten verbalen Zuspitzungen im Streit um die Zukunft der Niederräder Rennbahn.

So hatte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Römer, Michael Prinz zu Löwenstein dem Bad Homburger Steuerberater Manfred Hellwig vorgeworfen, der Pächter Hippodrom GmbH habe von Anfang an „mit oberwindigen Begründungen“ weder Pacht noch Nebenkosten gezahlt. Hellwig hatte daraufhin nach Presseberichten Löwenstein der Lüge bezichtigt und ihm „flegelhaftes Verhalten vorgeworfen“. „Die beiden Herren können glücklich sein, im 21. Jahrhundert zu leben“, so Oesterling. „Angesichts des Vorwurfs, ein Flegel zu sein, hätte Prinz zu Löwenstein in früheren Zeiten Manfred Hellwig zum Duell fordern müssen. Nur so hätte seine Ehre wiederhergestellt werden können. Morgens bei Sonnenaufgang am Oberforsthaus. Mit Pistolen auf dreißig Schritt“. Dass beiden eine derartige Konfrontation erspart bliebe, sei nur dem allgemeinen Werteverfall zu danken und der Abwertung des Ehrbegriffs, was die politische Linke erreicht habe.

Zur Sache sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende, es sei ein Fehler gewesen, dass der schwarz-grüne Magistrat nach der Insolvenz des Rennklubs im Jahre 2009 versäumt habe, die Rennbahn in Ehren sterben zu lassen.
Insbesondere auf Druck der CDU hin habe die Koalition seinerzeit den Fehler gemacht, die Rennbahn mit den neuen Betreibern weiterbestehen zu lassen, obwohl alle wirtschaftlichen Gründe, die nun von Sportdezernent Frank gegen den Weiterbetrieb angeführt würden, bereits damals bestanden hätten.

Die Koalition habe seinerzeit genau jene Kräfte mit dem Weiterbetrieb beauftragt, denen Frank und Löwenstein jetzt die Seriosität absprächen. Auch wenn die Koalition jetzt Probleme habe, die damals geschlossenen Vertragswerke juristisch einwandfrei abzuwickeln, seien diese Probleme selbst erzeugt, ebenso wie die Notwendigkeit, nunmehr millionenteure Abfindungen für inzwischen getätigte Investitionen zu zahlen. Der Grund dafür sei, dass die CDU sich nicht mit den in der Stadt besonders einflussreichen Rennsportbefürwortern habe anlegen wollen. Umgekehrt seien die harschen Worte, die nun aus diesen Kreisen gegen Frank und Löwenstein geäußert würden, Ausdruck der Enttäuschung darüber, gerade vom rechten CDU-Flügel fallengelassen worden zu sein.

Oesterling kritisierte in diesem Zusammenhang die irreführende Plakatwerbung der Bürgerinitiative Pro Rennbahn. Die behauptete Erbpacht-Subvention von 48 Millionen träte nur ein, wenn man das Rennbahn-Gelände als Bauland auswiese. Damit könnten aber von dem Geld nur Schulen gebaut werden, wenn man das Gelände bebaue, also die Rennbahn stilllege. Wer also Geld für den Schulbau erwirtschaften wolle, müsse beim Bürgerentscheid mit „nein“ stimmen.

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