SPD Frankfurt am Main

Meldung:

10. September 2015
Arne Knudt - Stadtverordneter aus dem Gallus

Magistrat planlos: Verkehrssituation Mainzer Landstraße/Rebstöcker Straße wird immer angespannter

„Die Situation an der Kreuzung Rebstöcker Straße / Mainzer Landstraße wird immer dramatischer. An manchen Tagen staut sich der Verkehr über etliche Straßen hinweg, so dass kein Fortkommen mehr ist. Die Straßenbahn kommt kaum noch durch und wenn sie es dann doch bis zur Haltestelle Rebstöcker Straße geschafft hat, haben die Fahrgäste fast keine Möglichkeit, ein- und auszusteigen, weil der Haltestellenbereich von im Stau stehenden PKWs zugestellt ist“, beschreibt Arne Knudt, Stadtverordneter aus dem Gallus die Verkehrssituation in der Mainzer Landstraße in Höhe der Rebstöcker Straße. Diese Situation sei für die Menschen im Gallus nicht neu. „Neu ist nur, dass sich die Lage mit jeder Wohnung, die im Gallus fertiggestellt wird - gerade südlich der Mainzer Landstraße wird eifrig gebaut - noch verschlimmert.“

Besondere Auswirkungen hat das immer weiter gesteigerte Verkehrsaufkommen auch auf die auf die Mainzer Landstraße einmündende Ackermannstraße. Eigentlich eine reine Wohnstraße. Hier ist zurzeit aber die einzige beampelte Möglichkeit, aus dem südlichen Gallus Richtung Westen auf die Mainzer Landstraße einzubiegen. Schon jetzt ist die schmale Straße kaum noch in der Lage, die dort nach Westen wollenden PKWs zu fassen. Insbesondere in den Morgenstunden, wenn dann auch noch die Grundschüler auf dem Weg zu der dort beheimatet Ackermannschule sind, wird es durch den regen Verkehr brenzlig.

Der Magistrat hat nun mit der Aufstellung des Bebauungsplans für das sogenannte Avaya-Gelände in der Kleyerstraße/Ackermannstraße (bis zu 1200 Wohnungen) angekündigt, an der besagten Rebstöcker Straße zukünftig auch eine Möglichkeit zum Linksabbiegen in die Mainzer Landstraße zu schaffen. Dies könnte die Situation entschärfen, aber konkreter wurde der Magistrat bisher nicht.

Auch auf genaueres Nachfragen der SPD im Römer gab es keine befriedigende Antwort. Im Mai wollten die Sozialdemokraten im Stadtparlament schon wissen, wie die konkreten Planungen jetzt für diesen Bereich aussehen und wann mit einer Umsetzung zu rechnen ist. Die jetzt vom Magistrat gegebene Antwort lässt aber mehr Fragen offen, als sie beantwortet. „Das ist eine klassische Nichtantwort der Stadtplanung“ moniert Arne Knudt. „Wir werden diesen Bericht nur als Zwischenbericht zur Kenntnis nehmen, da er für die verkehrsgeplagten Menschen im Gallus bisher keinen Antworten gibt“.

Nach Ansicht der SPD im Römer ist die Verkehrssituation an dieser Kreuzung einfach zu komplex für einfache Lösungen. „Mit der Einrichtung einer Linksabbiegerspur in der nördlichen Rebstöcker Straße und dem Anbringen von zwei Pfeilen auf dem Asphalt ist es hier leider nicht getan“ meint Knudt. Hier müssen die Verkehrsströme auf der Mainzer Landstraße, die Straßenbahn, die Fußgänger, die Ampelschaltung, die Straßenbahnhaltestelle und die Radfahrer berücksichtigt werden. Ein größerer Umbau und ggf. auch eine Verlegung der Straßenbahnhaltestelle wird sich hier nicht umgehen lassen, ist sich die SPD im Römer sicher. „Wie und wann das geschehen soll, ist aber total offen und der Magistrat hat offensichtlich noch keine Idee, wie er hier vorgehen will“ empört sich Knudt.

„Findet sich hierfür keine Lösung, dann wird wohl spätestens mit Baubeginn auf dem Avaya-Gelände die Ackermannstraße im Wohnviertel der Friedrich-Ebert-Siedlung an ihre Kapazitätsgrenze stoßen, und es droht der Kollaps auf der Mainzer Landstraße“, da ist sich Arne Knudt ganz sicher. „Vorausschauende Verkehrsplanung sieht für mich jedenfalls anders aus.“

SPD Frankfurt am Main

Sitemap