SPD Frankfurt am Main

Meldung:

Frankfurt am Main, 07. Oktober 2015

Wieder Luxuswohnungen im Gallus

Arne Knudt – Stadtverordneter aus dem Gallus der SPD-Fraktion im Römer:

Arne Knudt – Stadtverordneter aus dem Gallus der SPD-Fraktion im Römer:

Wieder Luxuswohnungen im Gallus

Die Meldungen über Luxuswohnungen im zum Gallus gehörenden Europaviertel reißen nicht ab. „Axis“, „Westside-Tower“, „Praedium“ oder zuletzt „Porsche Design Tower“. Den Luxus Wohntürmen gehört die Zukunft. So auf jeden Fall scheint es, denn der österreichische Investor „Wiener Immo-Developer 6B47 Real Estate Investors“ hat am Montag bekannt gegeben, im Frankfurter Europaviertel ein 60 Meter hohes Wohnhochhaus mit 175 Eigentumswohnungen zu bauen. Der Baubeginn ist für Mitte 2016 geplant, ab 2018 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. Das Projekt mit dem Namen "Cascada-Rising Residences" umfasst eine Gesamtfläche von 14.500 m² auf 21 Etagen.

Nach Presseberichten werden auch in diesem Projekt wieder Preise bis zu 7.900,00 Euro für den Quadratmeter aufgerufen werden. Ein Umstand, der in der SPD im Römer für Empörung sorgt. Der Stadtverordnete Arne Knudt kritisiert diese Entwicklung scharf: „Wir brauchen doch in dieser Stadt Wohnungen für breite Bevölkerungsschichten – doch statt dessen hören wir immer nur Meldungen über Wohnungen im Luxussegment“, meint Arne Knudt, der selbst im Gallus wohnt und seit Jahren die Entwicklung im Europaviertel verfolgt. „Diese Preise sind doch irgendwie aus der Zeit gefallen. Auch wenn sie vielleicht am Markt zu erzielen sind, machen sie aus dem Wohnen in der Stadt immer mehr ein Luxusgut für Reiche“ analysiert Knudt. Dieser Preisdruck wird sich über kurz oder lang nach Ansicht der SPD im Römer auch auf die angrenzenden Stadtteile wie das Gallus auswirken. Schon heute ist eine Verdrängungswirkung festzustellen.

„Der schwarz-grüne Magistrat versagt nach wie vor auf ganzer Linie in der Wohnungspolitik“ meint Knudt. „So lange der Bau bezahlbarer Wohnungen nicht mit der Entstehung dieser Luxustürme mithält, wird die Stadt bald unbezahlbar“. „Solch ein Luxusquartier haben wir uns bei der Planung des Europaviertels nicht vorgestellt. Die Entfremdung des Europaviertels mit dem Gallus wird so nur wachsen. Auf die Dauer können solche Einkommensgegensätze in unmittelbarer Nachbarschaft wie zwischen Gallus und Europaviertel zu sozialpolitischem Sprengstoffe werden“, meint Knudt. „Eine weise Stadtplanung bedenkt so etwas. Der schwarz-grüne Magistrat ist aber auf diesem Auge offensichtlich blind.“

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