SPD Frankfurt am Main

Meldung:

Frankfurt am Main, 19. Oktober 2015

Pfingstberg-Bebauung: Die ablehnende Haltung der Naturschutzverbände zum Baugebiet ist weder ökologisch noch sozial

Klaus Oesterling – Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer:

„Die ablehnende Haltung der Naturschutzverbände zu der geplanten Wohnbebauung auf dem Pfingstberg ist weder ökologisch noch sozial“. Mit diesen Worten reagierte der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Römer, Klaus Oesterling, auf die von den beiden Naturschutzverbänden Nabu und BUND geäußerte Kritik an dem Vorschlag, auf dem Pfingstberg-Gelände im Frankfurter Norden ein neues Wohngebiet zu errichten. „Wenn die Naturschutzverbände den Vorschlag machen, stattdessen neue Wohngebiete entlang der S-Bahn-Trassen auszuweisen, weiß ich nicht, wo da der ökologische Vorteil liegen soll“. Tausend Wohnungen im Umland erzeugten den gleichen Flächenverbrauch wie Tausend Wohnungen in Frankfurt. Und auch der Verlust an landwirtschaftlicher Anbaufläche bleibe der Gleiche – egal ob die Fläche in Frankfurt, in der Wetterau, im Kinzigtal oder längs der Riedbahn umgewidmet werde.

Allerdings wachse das Verkehrsaufkommen umso mehr, je weiter von Frankfurt entfernt die neuen Wohnungen gebaut würden. Eine nachhaltige Planung müsse dafür sorgen, das Verkehrsaufkommen zu minimieren, statt es zu es zu maximieren. Deshalb sei es ökologisch vernünftiger, neue Wohngebiete im Zentrum des Ballungsraumes auszuweisen, statt die Region weiter zu zersiedeln. Im Übrigen seien die S-Bahn-Trassen bereits heute überlastet. Von daher führe der Alternativvorschlag der Umweltverbände zu einer insgesamt negativeren Umweltbilanz.

Aber auch unter dem Gesichtspunkt des sozialen Ausgleichs sei die Ausweisung von zusätzlichem innerstädtischem Wohnraum erforderlich. „Alle Experten sagen, dass nur durch die Bereitstellung zusätzlicher Wohnbauflächen der Anstieg der Mieten in Frankfurt gebremst werden kann“, so Oesterling. „Die Ausweisung von Wohnbauflächen in Friedberg wird nicht die Nachfrage nach Wohnungen in Frankfurt bremsen“. Der SPD-Fraktionsvorsitzende warnte in diesem Zusammenhang vor Verhältnissen wie in anderen großen Metropolen: „Die Reichen wohnen im Zentrum, die Armen im Umland. Das kann nicht die Lösung sein. Die Verhältnisse in Paris oder London haben die bekannten Probleme gebracht und sind kein Vorbild für Frankfurt“. Wenn der Frankfurter Nabu-Vorsitzende davon ausgehe, viele könnten sich die Mieten in Frankfurt nicht mehr leisten, so müsse die Politik gerade dem entgegensteuern.

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