SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

22. Oktober 2015
Klaus Oesterling – Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer:

Pfingstberg-Bebauung: SPD freut sich über Unterstützung durch Daniel Cohn-Bendit

In der SPD-Fraktion im Römer herrscht große Freude über die neuesten Äußerungen des Grünen-Politikers Daniel Cohn-Bendit zu der von der SPD vorgeschlagenen Bebauung im Frankfurter Norden in der jüngsten Ausgabe des Journal Frankfurt. „Daniel Cohn-Bendit war schon immer ein unabhängiger Kopf, der noch nie davor zurückgeschreckt ist, den Grünen die Meinung zu sagen, wenn er den Eindruck hat, sie sind auf dem falschen Weg“, so der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Römer, Klaus Oesterling. „Ich erinnere nur an die Weigerung von Cohn-Bendit, die Wahlempfehlung der Frankfurter Grünen für den CDU-Rechten Boris Rhein bei der letzten Oberbürgermeisterwahl mitzutragen“. Cohn-Bendit habe im Gegensatz zu den Frankfurter Grünen klar erkannt, dass ohne die Inanspruchnahme von Ackerland und den Bau einer neuen Siedlung im Norden die Wohnungsbauprobleme Frankfurts nicht zu lösen seien. Dass dazu derzeit eine Anbindung fehle, sehe die SPD ebenso. Während die unmittelbare Anbindung im Norden durch eine Abzweigung von der U2-Linie einfach zu realisieren sei, sei das eigentliche Problem die bereits jetzt bestehende Überlastung der U-Bahn in der Eschersheimer Landstrasse. Hier habe aber selbst die Koalition eingesehen, dass ihre damalige Entscheidung, den Lückenschluss der U-Bahn zwischen Ginnheim und der Bockenheimer Warte zu kippen, ein schwerer Fehler gewesen sei. Deshalb untersuche Schwarz-Grün nun von sich aus verschiedene Varianten, die Lücke zwischen Ginnheim und der Bockenheimer Warte zu schließen. Die SPD sei gegenüber diesen Alternativen offen, wichtig sei die Schließung der Lücke. Damit - welcher Trasse auch immer – werde aber auch eine leistungsfähige Alternative zur Eschersheimer Landstraße und somit die Voraussetzung für die Pfingstberg-Anbindung geschaffen. Dies würde dann durch eine Verlängerung der bestehenden Linie U4 geschaffen mit dem neuen Laufweg (Enkheim-) Seckbacher Landstraße – Bornheim – Konstablerwache – Hauptbahnhof – Bockenheimer Warte – Ginnheim – Nordwestzentrum – Niederursel – Riedberg – Kalbach – Bonames – Pfingstberg – Nieder Erlenbach.

„Ich hoffe jedenfalls, dass Cohn-Bendits Vorstoß Bewegung in die festgefahrenen Fronten innerhalb der Frankfurter Grünen bringen wird“, so Oesterling. „Ich glaube nicht, dass die Grünen jetzt einfach zur Tagesordnung übergehen können“.

Die Äußerungen von Daniel Cohn-Bendit im Wortlaut:
(Journal Frankfurt Nr.23, Seite 20)

„Um für alle genügend Wohnraum zu schaffen, müssen neue Wohngebiete geschaffen werden. Der Forderung der Grünen, dass Wohnen zentral bleiben muss, kann ich nur bedingt zu-stimmen. Sie sprechen sich dagegen aus, etwa Ackerflächen im Frankfurter Norden zu bebauen, da hier eine Anbindung fehlt. Das ist richtig, aber diese Anbindung muss eben geschaffen werden. Auch wenn es kostet. Nachverdichtung wird nicht ausreichen. Wir brauchen neue Quartiere.“

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