SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

18. November 2015
Sylvia Weber, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Frankfurt, Hauptstadt der Schulprovisorien: In Niederrad geht die Fehlplanung weiter, Ziel des Schulentwicklungsplans verfehlt

„Was in Sachen verfehlter Schulpolitik in Nied begonnen und in Westhausen fortgeführt wurde, findet nun seinen vorläufigen Höhepunkt in Niederrad“, erklärte die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer, Sylvia Weber. Die im Schulentwicklungsplan beschlossene kooperative Gesamtschule Niederrad habe Presseberichten zufolge nach wie vor keinen Standort und werde womöglich gar nicht dort errichtet werden. „Ich kann mir nicht erklären, warum das bekanntermaßen in der Tag-Schutzzone II liegende Grundstück an der Lyoner Straße als Schulstandort jemals zur Debatte stehen konnte. Jetzt ist die Verunsicherung im Frankfurter Süden groß“, ärgert sich die Bildungspolitikerin.

Es sei völlig schleierhaft, wie die Grundschulen die Eltern über den Winter für den Übergang zu Klasse fünf beraten sollten, wenn es mit der KGS Niederrad jetzt eine weitere große Unbekannte gebe. „Welcher Vater und welche Mutter wählt denn eine noch nicht existente Schule aus, von der man weder den provisorischen noch den endgültigen Standort, geschweige denn eine inhaltliche Ausrichtung kennt?“, kritisierte Weber.
Das von der schwarz-grünen Koalition ausgerufene Ziel, mit dem jüngst beschlossenen Schulentwicklungsplan Druck von der Frankfurter Schullandschaft zu nehmen und ausreichende Schulplätze für alle Kinder vorzuhalten, laufe angesichts der Versäumnisse des Magistrats krachend vor die Wand.
„Anstatt für weniger Unsicherheit bei den Eltern zu sorgen, chaotisiert das Bildungs- und Planungsdezernat die ohnehin schon komplizierte Situation“, so Weber. Die Leidtragenden seien die Eltern der derzeitigen Viertklässler, die am 5. März nur noch zwei Wünsche abgeben könnten und dann am ersten Juni in den Briefkasten schauen dürfen. Dass anstatt der beschlossenen sechs vorläufig nur vier Züge für die KGS geplant seien, sei angesichts der desaströsen Gesamtlage fast zu vernachlässigen.
„Die schwarz-grüne Koalition verplant im stillen Kämmerlein gerade viele Millionen Euro für schulische Provisorien, die nur notwendig sind, weil sie so lang geschlafen hat“, sagte Weber. Sie selbst sei gespannt, an welchem Standort die Container der KGS Niederrad letztendlich stehen werden.
„In einer Stadt, in der das Gymnasium Nied ins Westend und das Gymnasium Nord nach Westhausen zieht, ist schulpolitisch alles vorstellbar“, fasst Weber die aktuelle Lage zusammen.

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