SPD Frankfurt am Main

Meldung:

04. Dezember 2015

Das Ehrenamt nicht überfordern

Verleihung des Ehrenamtspreises
+Verleihung des Ehrenamtspreises im Parteihaus
+Thorsten Schäfer-Gümbel, Gerhard Ostermöller, Horst Weise, Martin Kessel (DFLD), Aster Walter-Fesshaye, Gernot Grumbach (von links)

Der SPD-Bezirk Hessen-Süd hat die Preisträger für den diesjährigen Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Aster Walter-Fesshaye von der Flüchtlingshilfe Lorsch ist Trägerin des Einzelpreises, den Gruppenpreis erhielt der Deutsche Fluglärmdienst e.V. (DFLD). Laudatoren waren der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel und der Bezirksvorsitzende Gernot Grumbach.

Aster Walter-Fesshaye engagiert sich im freiwilligen Helferkreis der ökumenischen Flüchtlingshilfe Lorsch für eritreische Flüchtlinge. Sie arbeitet dort als Dolmetscherin und in der Hausaufgabenhilfe, betreut Asylbewerber bei Arztbesuchen und begleitet Schwangere in der Vorsorge, unterstützt bei Behördengängen und spendet den koptisch-orthodoxen ChristenTrost und Beistand.

Martin Kessel, Gerhard Ostermöller und Horst Weise nahmen den Preis aus den Händen des Bezirksvorsitzenden Gernot Grumbach für den Verein Deutscher Fluglärmdienst e.V. (DFLD) entgegen. Sie betreiben mittlerweile mehr als 700 Messstationen in 13 Ländern Europas und werten die Daten von 28 deutschen Flughäfen aus. Heraus kommt dabei im Internet eine exakte Karte, auf der von Fluglärm geplagte Menschen genau sehen können, welche Maschine welcher Fluglinie ihnen morgens um 5 Uhr den Schlaf geraubt hat.

„Man müsste das Ehrenamt erfinden, wenn es das nicht gäbe“, sagte Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzender in Hessen, bei der Preisverleihung. Angesichts des großen Einsatzes ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer in der Betreuung von Flüchtlingen warnte er zugleich davor, dass auch diese nur begrenzte Ressourcen haben und viele Menschen in den Hilfsdiensten wie dem Roten Kreuz oder dem Technischen Hilfswerk bereits ihren Jahresurlaub für ihre Hilfseinsätze aufgebraucht hätten. „Wir müssen aufpassen, dass das Ehrenamt nicht überfordert wird“, sagte er unter großem Applaus von rund 70 Zuhörerinnen und Zuhörer. Sie alle arbeiten seit vielen Jahren ehrenamtlich und waren nominiert worden für den Preis, den die SPD-Hessen-Süd alle zwei Jahre verleiht, in diesem Jahr zum dritten Mal.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Gerold Reichenbach, Landesvorsitzender der THW-Vereinigung Hessen und im Bezirksvorstand der SPD bislang zuständig für den Ehrenamtspreis, schickte eine Videobotschaft aus Berlin, wo er wegen einer wichtigen Abstimmung nicht abkömmlich war. „Das breite ehrenamtliche Engagement macht unsere Gesellschaft aus“, sagte er. Die meisten ehrenamtlich Tätigen allerdings täten zwar Gutes, wirkten aber weitgehend im Verborgenen. Der Preis der SPD-Hessen-Süd sei eine gute Gelegenheit, diese Menschen einmal ins Rampenlicht zu stellen und ihnen öffentlich „Danke!“ zu sagen.


Mehr als 60 Vorschläge waren auf die Ausschreibung hin beim Bezirk eingegangen. Fünf Einzelpersonen und fünf Gruppen haben es auf eine Shortlist geschafft und sind für ihr Engagement gewürdigt worden. Alle anderen erhielten eine Urkunde.


Für den Personenpreis:
David Dilmaghani, Frankfurt, Gründer „Kriegkstraße 12“, Jugendwerk der AWO, Sozial- und Kultureinrichtung mit Kulturangeboten
Erhard Habelt, Schotten, AWO
Yvonne Lammersdorf, Schützengesellschaft Neu-Isenburg, Integration von Migranten im Verein
Cornelia Schell-Häbich, Deutsch für syrische Flüchtlinge, Neu-Isenburg
Aster Walter-Fesshaye, Lorsch, Flüchtlingshilfe

Für den Gruppenpreis:
DFLD Deutscher Fluglärmdienst e.V
Freibad Stockstadt am Rhein Förderverein e.V.
Geschichts- und Kulturverein Limeshain e.V.
Initiative Afghanisches Hilfewerk e.V.
Pflegebegleiter-Initiative Vogelsbergkreis





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