SPD Frankfurt am Main

Meldung:

12. Juli 2017

Stillstands-Politik von Schwarz-Grün rächt sich – Schönrednerei bei Lehrermangel muss ein Ende haben

Bertelsmann-Studie

Die Bertelsmann-Stiftung hat heute eine aktuelle Studie zur aktuellen Bevölkerungsentwicklung und die daraus resultierenden Folgen für die allgemeinbildenden Schulen veröffentlicht. Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Christoph Degen, kommentierte die Studie wie folgt: „Der in Hessen herrschende Lehrermangel wird sich angesichts des prognostizierten Schüler-Booms in den nächsten Jahren weiter verschlimmern. Es war falsch, dass die Landesregierung nur auf die demographische Rendite geschielt und die Lehrerausbildung sträflich vernachlässigt hat. Die Quittung für diese bewusste Fehlentscheidung werden wir in den kommenden Jahren erhalten.“

Die Vorausberechnungen der Bildungsforscher gingen davon aus, dass bundesweit bis 2030 etwa 28.100 zusätzliche Klassen und mindestens 43.000 Vollzeit-Lehrkräfte benötigt würden. „Zusätzliche Schüler erfordern zusätzliche Ressourcen, also mehr Personal und mehr Gebäude. Gerade die Zahl der Grundschulen wird nicht ausreichen, geplante Schulschließungen müssten deshalb schnellstens vom Tisch. Die Situation weiter schön zu reden, hilft nun nicht mehr weiter. Schwarz-Grün ist jetzt gefordert, eine Wende ihrer Stillstand-Politik einzuleiten. Das Land muss die Ausbildungskapazitäten erhöhen, ein Programm für Quer- und Seiteneinsteiger für alle Lehrämter anbieten und sich konstruktive Lösungen für Mangelfächer einfallen lassen“, forderte Degen.

Es reiche nicht aus, im System umzuschichten, das Land sei gefordert, die künftig erforderlichen Mehrausgaben für Schulgebäude und Personal zu beziffern und zur Verfügung zu stellen. Die Studie werde die Landesregierung hoffentlich aus ihrem Winterschlaf erwecken und dazu führen, dass eine neue Bedarfsprognose auf der Grundlage der Studie erstellt werde. Degen forderte die schwarz-grüne Landesregierung auf, die Attraktivität des Lehrerberufs zu erhöhen und die Schulträger bei der Ausstattung der Schulen und bei Schulbauten massiver finanziell zu unterstützen.

Zudem sprach sich der SPD-Bildungsexperte angesichts der großen zukünftigen Herausforderungen dafür aus, das Kooperationsverbot endgültig abzuschaffen. „Die großen Kraftanstrengungen im Bildungsbereich werden voraussichtlich nur mit Hilfe des Bundes zu stemmen sein. Das von der SPD durchgesetzte Schulmodernisierungsprogramm kann nur ein Anfang sein. Weitere Schritte müssen folgen“, sagte Degen.

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