SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

04. März 2010
Elke Sautner – wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Nassauische Heimstätte: Wohnungsverkäufe falsches Signal – Ganz offensichtlich soll die Heimstätte für die Privatisierung vorbereitet werden

+Elke Sautner

Als „falsches Signal“ und „Schritt in die verkehrte Richtung“ hat die wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer, Elke Sautner, die Absicht der Nassauischen Heimstätte bezeichnet, die Zahl ihrer Wohnungen zum Zwecke der Gewinnsteigerung bis zum Jahre 2014 von 63.000 auf 56.000 Wohnungen zu verringern. „Für die Verringerung der Wohnungsanzahl gibt es keinen Anlass“, so Sautner.

„Wenn die Wohnungsnachfrage in Nordhessen sinkt, sinken natürlich auch die Preise beim Wohnungsverkauf“. Zu befürchten sei, dass die NH letztlich auch dort Mietwohnungen verkaufe, wo dadurch Profite zu erzielen seien. Das sei natürlich das Rhein-Main-Gebiet und Frankfurt, und nicht Nordhessen. Wenn der Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte davon spreche, „einige“ Wohnungen, „vorzugsweise“ für Mieter, könnten auch in Frankfurt zu haben sein, so sei dies ein Alarmzeichen. Wenn die Nassauische Heimstätte auch in Südhessen 2.300 Mietwohnungen losschlagen wolle, so werde dies wohl kaum an Frankfurt vorbeigehen. Sautner sieht in der Ankündigung nur den Einstieg für die Absicht des Landes, die NH langfristig zu verkaufen. „Wenn der Gewinn der NH von 22 Mio. € jährlich auf nicht weniger auf 35 Mio. € jährlich steigt, so ist das nur sinnvoll, wenn die HN damit für den Kapitalmarkt attraktiv gemacht werden soll“, kritisierte Sautner. „Stattdessen sollten Gewinne aus der Verwaltungszusammenlegung in zusätzliche Mietwohnungen im Ballungsraum Rhein-Main investiert werden“. Der marode Landeshaushalt dürfe nicht zu Lasten der Mieter saniert werden.

SPD Frankfurt am Main

Sitemap