SPD Frankfurt am Main

Meldung:

24. April 2010
1.200 Sozialdemokraten bei Biblis-Umzingelung

Hände weg vom Atomausstieg

In der vier Kilometer langen Menschenkette um das Atomkraftwerk Biblis waren rund 1.200 Sozialdemokraten. Sie waren mit Bussen und Fahrgemeinschaften aus ganz Hessen nach Biblis gekommen und hatten unter dem Motto „Hände weg vom Atomausstieg“ für die Stillegung des Atomkraftwerks demonstriert. Insgesamt hatten an der Demonstration am 24. April rund 20.000 Menschen teilgenommen. Zum Abschluss ließen sich alle bei einem „Die-In“ wie tot umfallen.

Mit dabei waren der Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel, Heidemarie Wieczorek-Zeul, die Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht, die Landtagsabgeordneten Norbert Schmitt, Nancy Faeser, Michael Siebel und der Bezirksvorsitzende Gernot Grumbach. Zur Teilnahme an der Demonstration hatte der SPD-Bezirk Hessen-Süd aufgerufen.

„Dass so viele Menschen nach Biblis gekommen sind, ist ein starkes Zeichen gegen die Sackgassentechnologie Atomkraft und für die vertraglich vereinbarte Stilllegung des Kraftwerks Biblis,“ sagte Thorsten Schäfer-Gümbel auf der Demonstration. Die große Beteiligung an der Protestaktion mache deutlich, „dass die Menschen den Ausstieg aus der gefährlichen Atomenergie wollen.“

„Der Atomkonsens war richtig“, sagte Heidemarie Wieczorek-Zeul, von 1998 bis 2009 Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Allerdings wolle die jetzige Bundesregierung in Berlin diesen Schritt wieder rückgängig machen. „Das halte ich für fatal.“

Die südhessischen Jusos hatten ihre Bezirkskonferenz unterbrochen, um an der Demonstration teilzunehmen. „Es geht uns darum, ein Zeichen zu setzen, dass am Ausstieg aus der Atomkraft unbedingt festgehalten wird“, erklärte Behnam Yazdani, Bezirksvorsitzender.

Die Demonstration war die größte Anti-Atom-Demonstration seit über 20 Jahren. Unter den Demonstranten waren besonders viele junge Menschen. Die Proteste fanden in Abstimmung mit weiteren Aktivitäten zum Tschernobyl-Jahrestag statt. In Norddeutschland gab es eine 120 Kilometer lange Menschenkette zwischen den AKW Krümmel und Brunsbüttel.

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