SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 21. Mai 2010
Klaus Oesterling – Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer:

Warum bezahlt die Stadt Werner Pfaff 260.000 €?

Römer-SPD kritisiert Mega-Abfindung für den im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen zurückgetretenen früheren Geschäftsführer der städtischen Dom-Römer-GmbH
Klaus Oesterling
+Klaus Oesterling

Nach Informationen der Römer-SPD zahlt die städtische Dom-Römer GmbH ihrem früheren Geschäftsführer Werner Pfaff eine Abfindung von nicht weniger als 260.000 €. Pfaff war im Oktober 2010 im Zusammenhang mit gegen ihn erhobenen Kor-
ruptionsvorwürfen von seinem Amt zurückgetreten.

„Wenn man einen Manager gegen seinen Willen loswerden will, ist es üblich, eine Abfindung zu zahlen. Wenn ein städtischer Mitarbeiter selber seinen Hut nimmt, gibt es normalerweise nichts“, sagte dazu der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Römer, Klaus Oesterling. „Dass einem Geschäftsführer, der im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen von sich aus zurückgetreten ist, auch noch eine Abfindung von mehr als einer viertel Million Euro gezahlt wird, ist schon ein starkes Stück“.

Der zuständige Planungsdezernent Schwarz hatte seinerzeit die Stadtverordnetenversammlung darüber informiert, dass Pfaff in einem Schreiben an die Oberbürgermeisterin seinen Rücktritt erklärt habe. Von Bedingungen oder Abfindungsforderungen hatte Schwarz nichts gesagt. Mehr als merkwürdig fin-
det die Römer-SPD die Tatsache, dass die Mega-Abfindung für Pfaff offensichtlich erst mehr als ein halbes Jahr nach seinem Rücktritt beschlossen wurde.

„Nach unserer Auffassung gibt es für eine Abfindung für einen Geschäftsführer, der von sich aus zurückgetreten ist, keine Rechtsgrundlage“, so der Vorsitzende der SPD-Fraktion. „Und in dieser Höhe schon gar nicht“.

SPD Frankfurt am Main

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