SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 25. Mai 2010
Rudi Baumgärtner, Vorsitzender des Ausschusses für Soziales und Gesundheit, Seniorinnen und Senioren:

„Wildwuchs“ von Pflegeheimen in der Stadt vermeiden

Kein unnötiger Leerstand und Fachkräftemangel!
+Rudi Baumgärtner

Der Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Gesundheit, Rudi Baumgärtner, zeigt sich verwundert über eine im Ausschuss vorliegende Ortsbeiratsanregung, die den Bau eines Pflegeheimes in Bergen-Enkheim fordert. Es sei legitim, dass betroffene Seniorinnen und Senioren und deren Angehörige einen Heimplatz in ihrem vertrauten Stadtteil wünschten, so Baumgärtner. Stadtübergreifend werde durch solche Einzelinitiativen jedoch ein neues Problem geschürt.

„In Frankfurt gibt es 42 Pflegeheime mit insgesamt 4131 Betten“, erläutert Baumgärtner. Der Leerstand belaufe sich aktuell auf etwa 500 Betten. Derzeit im Bau oder in Planung seien noch weitere vier Pflegeheime mit insgesamt 563 Betten. „Damit wird Frankfurt in absehbarer Zeit einen Überschuss an 1000 Pflegeheimplätzen aufweisen.“ Aus seiner Sicht sei es daher kontraproduktiv, zum jetzigen Zeitpunkt weitere Pflegeheime zu bauen. „Da die neuen Pflegeheime auch Fachpersonal benötigen und derzeit ein Fachkräftemangel besteht, ist auch die Abwerbung von Personal zu erwarten“, befürchtet der Sozialpolitiker.

Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion beantragt, für die nächsten Jahre eine Prognose über den Bedarf an Pflegeheimplätzen zu erstellen. „In Zeiten von erkennbarem Fachkräftemangel sind Neugenehmigungen von Pflegeheimen restriktiv zu handhaben“, fordert Baumgärtner.

SPD Frankfurt am Main

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