SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 27. Mai 2010
Peter Feldmann, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Römer:

Hände weg von Sparmaßnahmen bei den Jüngsten

Ganz im Gegenteil: Feldmann fordert mehr Betreuungsplätze für Unter-3-Jährige!
Peter Feldmann

Peter Feldmann, sozialpolitischer Sprecher der SPD, fordert mit Nachdruck, die familienfeindlichen Sparmaßnahmen der CDU, mit Roland Koch an der Spitze, zu stoppen.
„In einer wirtschaftlich angespannten Phase, in der die Kommunen gezwungen sind, Geld zu sparen, darf es nicht zu Lasten der Familien gehen“, sagt Feldmann. Er meint damit, das Zurückrudern von Koch beim rechtsmäßigen Anspruch auf Kinderbetreuung für die Unter-3-Jährigen.

In Zahlen sieht es so aus, dass in Frankfurt bei knapp 20.000 Kindern unter 3 Jahren zur Zeit nur 11,5 Prozent einen Betreuungsplatz annehmen (Statistik per 2008), während vergleichsweise in Berlin 41 Prozent und Hamburg etwa 28 Prozent der
Kinder dieser Altersgruppe betreut werden.

Es gibt immer mehr private Initiativen von Eltern in Frankfurt, die sich aus der Not heraus zusammen schließen. Feldmann fordert einen größeren Einsatz der Stadt, das Betreuungsangebot zu verbessern. „Jede Geburt eines Kindes wird in unserer Stadt zum Risiko“, sagt Feldmann und meint damit das Paradox, dass Frauen und Männer in Frankfurt ihren Job nicht ausführen zu können - obwohl sie möchten - und so auf finanzielle
Unterstützung der Stadt angewiesen sind. „Dieser Mangel an Betreuungsplätzen darf nicht sein!“

Der sozialpolitische Sprecher der SPD sieht aufgrund des Fehlens an Betreuungsplätzen den Anspruch auf gleiche Bildungschancen gefährdet. Förderung und Integration, nicht zuletzt die
sprachliche Entwicklung in den ersten drei Jahren zu unterstützen seien wichtig. Dies betrifft insbesondere Kleinkinder aus schlechteren Milieus und Kinder mit Migrations-Hintergrund. In einem Alter bis zu drei Jahren ist das Erlernen von Sprachen, sozialer Kompetenz spielerisch und wesentlich einfacher und ein vollkommen natürlicher Prozess. Kinder brauchen andere Kinder, sie lernen miteinander und voneinander.

Toleranz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft werden in der Gruppe vermittelt. Außerdem werden auf diese Weise auch Defizite schneller entdeckt und können rechtzeitig gefördert werden. „Es
kann nicht früh genug auf Förderung gesetzt werden, sei es in sprachlicher Hinsicht oder bei auffälligem Verhalten“, so Feldmann, der früher selbst in einer Kinderbetreuungsstätte gearbeitet hat. Ein Rechtsanspruch für einen Betreuungsplatz der Unter-3-Jährigen, so wie es die SPD fordert, bedeutet also nicht nur, dass Eltern nicht im Arbeitsleben aussortiert werden, sondern auch dass Kinder eine Chance auf gleiche Bildungschancen haben.

SPD Frankfurt am Main

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