SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Wiesbaden, 24. Juni 2010
Schulessen

Lisa Gnadl (SPD): Kein Kind darf vom Schulessen ausgeschlossen werden

„Werden Sie endlich Ihrer Verantwortung gegenüber den Kindern in Hessen gerecht und sorgen Sie für eine Kostenfreistellung von Schulessen mindestens für bedürftige Kindern“, forderte die SPD-Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl anlässlich der Debatte des Hessischen Landtags zum Thema Schulessen. Gnadl wies auf die Situation von Schülerinnen und Schülern hin, deren Eltern, sei es aus Mangel oder aus Nachlässigkeit, das Schulessen nicht oder nur unregelmäßig ermöglichen. Gerade im Lichte des parteiübergreifend geforderten Ausbaus von Ganztagsschulen dürfe eine vollwertige und gesunde Ernährung der Kinder nicht aus dem Blick verloren werden.

Die SPD-Fraktion fordere in ihrem Dringlichen Antrag, dass kein Kind aufgrund seiner ökonomischen Situation vom Schulessen ausgeschlossen werden dürfe. Ein Finanzierungskonzept solle gemeinsam mit Schulträgern, zum Beispiel über eine Berücksichtigung des Schulessens im kommunalen Finanzausgleich, sichergestellt werden.

Schulträger, die in eigener Zuständigkeit das Schulessen kostenfrei anbieten wollen, sollten daran auch nicht durch die Kommunalaufsicht gehindert werden. „Als der Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein kostenfreies Schulessen einführen wollte, ließ der RP die Einstellung des Programms anordnen. Erst verringert die schwarz-gelbe Koalition die Einnahmebasis des Landes und der Kommunen, um dann Sparauflagen zu machen, die tief in die kommunale Selbstverwaltung eingreifen“, kritisierte Gnadl.

„Essen und insbesondere eine warme Mahlzeit am Tag gehören zu den elementaren Voraussetzungen, damit Kinder sich gut entwickeln können. Essen ist für das Kindeswohl unerlässlich“, unterstrich die Abgeordnete. Sie wies darauf hin, dass in Deutschland jedes sechste Kind in Armut lebe. „Untersuchungen belegen: Arm sein heißt für Kinder nicht nur, hungrig in die Schule zu kommen, sondern auch sich falsch und ungesund zu ernähren, weil Geld für ausgewogene Ernährung fehlt“, so Gnadl abschließend.


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