SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 30. Juni 2010
Brigitte Enzmann, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

SPD zieht Bilanz nach erfolgreicher Podiumsdiskussion zum Thema „Lebensraum Schule“

+Brigitte Enzmann

Die SPD-Fraktion im Römer ist sehr zufrieden mit ihrer gut besuchten Podiumsdiskussion im Presseclub am Montag-abend. Es ging um die Möglichkeiten, wie Schulen heute besser arbeiten können, um Lebensraum für alle Kinder zu werden.
„Ich denke, es ist deutlich geworden, dass die Heterogeni-tät der Schülerschaft heute eine Tatsache ist, an der keine Schulgemeinde mehr vorbei kommt“, stellte Brigitte Enzmann, die Moderatorin und bildungspolitische Sprecherin klar. Ein Weg, diesem komplizierter gewordenen Bildungsauftrag der Schulen gerecht zu werden, läge ganz klar in einer echten Ganztagsschule, die mit Lehrerpersonal einen entzerrten Schulalltag für alle Kinder anbietet.

„Das Kind gehört in den Mittelpunkt“, hatte Heike Schley, die Schulleiterin der Römerstadtschule, schon von Beginn an klar-gestellt. Unterstützt wurde sie in dieser Position von Eva Wingerter vom Arbeitskreis Inklusion: „Es geht darum, dass Schule endlich anfängt, sich nach dem Kind zu richten, und nicht mehr umgekehrt gedacht wird“, sagte sie. Nach wie vor harre die Un-Konvention für Menschen mit Behinderung der Umsetzung in Hessen.

Unser de facto viergliedriges, hoch selektives Schulsystem ver-hindere Bildungsgerechtigkeit und benachteilige die Kinder, die es ohnehin schon schwerer hätten, überproportional schwer.
Guido Seelmann-Eggebert, der Vorsitzende des Hessischen Ganztagsschulverbandes, betonte die Wichtigkeit von mehr Zeit für die Kinder, die eine Ganztagsschule biete und die gesell-schaftlich inzwischen Konsens sei. Der Ausbau des Angebots komme indes gerade in Hessen nur schleppend voran.
Urs Löffelhardt schließlich vom Architekturbüro Motorplan in Mannheim beschrieb das Spannungsfeld, in dem sich Architekten oft bewegten: Das Ziel, moderne Pädagogik baulich umzusetzen, werde oft genug durch den enormen Kostendruck und die strengen Baurichtlinien erschwert.

Eine wohnortnahe ganztägig arbeitende Schule, die allen Kinder offenstehe, allen gerecht werden könne und welche die dafür notwendigen Ressourcen bekommt war das Ziel, auf das sich alle Mitglieder des Podiums verständigen konnten.
Doch bis dahin sei es ohne Zweifel noch ein weiter Weg.

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