SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 04. August 2010
Dr. Renate Wolter-Brandecker, Kulturpolitische 1Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer

SPD fordert Fortsetzung des Projektes „Lebenssituation älterer Menschen in Frankfurt am Main und Tel Aviv“

„Das Seniorenprojekt zum 30-jährigen Jubiläum mit unserer Partnerstadt Tel Aviv - Yafo darf keine Eintagsfliege sein, weitere Aktivitäten müssen folgen“, forderte Renate Wolter-Brandecker.
+Renate Wolter-Brandecker

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Partnerstädte Frankfurt am Main und Tel Aviv – Yafo veranstaltete die Gruppe „Aktive Senioren Frankfurts“ gemeinsam mit dem PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband ein Projekt über „Die Lebenssituation älterer Menschen in Frankfurt am Main und Tel Aviv“. „Bei diesem sehr intensiven Erfahrungsaustausch zwischen den Mitarbeitern der Seniorenarbeit in beiden Städten konnten alle Beteiligte wertvolle Einblicke in die Struktur und die Arbeitsweise des jeweiligen Partners gewinnen“, erläuterte die SPD-Stadtverordnete. Sie unterstrich, dabei seien insbesondere die Gespräche mit Überblenden der Shoa für alle Beteiligten eine wertvolle und beeindruckende Erfahrung gewesen.

Einen solchen Erfahrungsaustausch zwischen Mitarbeitern der Seniorenarbeit habe es bisher noch nie gegeben, berichtete die SPD-Politikerin, weder auf fachlicher Ebene noch im Rahmen der Städtepartnerschaft. Die weitere Finanzierung des Projektes sei jedoch „trotz der überaus positiven Erfahrungen nicht möglich, da das Pilotprojekt durch die Stadt Frankfurt am Main und die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ erfolgt sei. Die Stiftung sehe sich zu einer weiteren Finanzierung nicht in der Lage.

„Es kann doch nicht wahr sein, dass eine so wichtige und kreative Arbeit nach dem ersten Versuch beendet wird, obwohl alle Beteiligten über die für ihre weitere Arbeit wichtigen Impulse be richtet haben, es muss dafür eine Finanzierung gefunden werden“, forderte Renate Wolter-Brandecker bei der Veröffentlichung einer Anfrage der SPD-Fraktion an den Magistrat. Das Projekt sei nicht allein „ein Vorzeigebeispiel für eine funktionierende Städtepartnerschaft, sondern insbesondere der historische und biografische Bezug zur Shoa“ sei ein wichtiges Element dieses Austausches gewesen. Dieser Arbeit müsse die Chance der Weiterentwicklung bekommen, erklärte die Stadtverordnete.


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