SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 09. August 2010
Dr. Renate Wolter-Brandecker, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion:

Dem Dialogmuseum muss endlich konkret geholfen werden

kurzfristiges Krisenmanagement ist nur Kosmetik!
+Renate Wolter-Brandecker

„Brötchenverkaufen als PR-Gag für die Oberbürgermeisterin reicht nicht, um dem Frankfurter Dialogmuseum das Überleben zu sichern, da muss die Stadt konkret zeigen, dass sie an der Institution wirklich Interesse hat“, mahnte die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Renate Wolter-Brandecker.

Genau vor einem Jahr hatte das Dialogmuseum bereits die gleichen finanziellen Probleme, die damals leider nur vorübergehend gelöst worden seien, kritisierte sie. Der Brötchenverkauf
der OB sei gut gemeint gewesen, aber wirtschaftlich müsste die OB eigentlich jeden Tag Brötchen verkaufen, um daraus eine solide finanzielle Basis für das Dialogmuseum zu machen. „Es ist völlig unverständlich, warum es dem Magistrat bisher nicht gelungen ist, trotz des persönlichen Einsatzes der OB eine dauerhafte Lösung zu finden. „Diese weit über Frankfurts Grenzen hinaus bekannte und anerkannte Institution hätte schon längst im Haushalt verankert werden müssen, wie es die SPD-Fraktion in Haushaltsanträgen seit drei Jahren gefordert hat“,
kritisierte die SPD-Politikerin. Diese Anträge seine von der CDU und den Grünen regelmäßig abgelehnt worden. Sie verwies darauf, dass das Museum im Dunkeln einen Auslastungsrad von 88 Prozent habe, was einen Wert darstelle, den nur wenige andere Museen ebenfalls erreichten.

„Der Magistrat sollte endlich auch mit dem Land Verhandlungen über eine Mitfinanzierung des Dialogmuseums aufnehmen, da dies nach den Besucherzahlen eine „eindeutig landesweite
und regionale Bedeutung habe, da die Besucher zu etwa gleichen Teilen aus der Stadt und dem Umland kommen“, unterstrich Rente Wolter Brandecker. Mit der Förderung des Museums bekämen nicht nur Schulklassen die Möglichkeit, sich von blinden Menschen im Dunkeln führen zu lassen und völlig neue Erfahrungen zu machen. Wolter-Brandecker verwies auf die hohe Zahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderungen, die hier einen qualifizierten Arbeitsplatz gefunden haben und sich auf ihre Arbeit konzentrieren sollten, statt jedes Jahr um ihre Existenz kämpfen zu müssen. Man könne dem Dialogmuseum nur für seine bisherige Arbeit gratulieren, aber inzwischen seien alle Einsparmöglichkeiten ausgeschöpft. „Die Stadt Frankfurt soll endlich zu ihrer Verantwortung für dieses Aushängeschild der Stadt stehen, wie sie es vor der Eröffnung des Hauses auch zugesagt hatte“, forderte Wolter-Brandecker und kündigte eine Anfrage der SPD-Fraktion an den Magistrat an.

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