SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 27. August 2010
Peter Feldmann – stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer:

„Gut Wohnen - Wohnungsbau aus Mietersicht“

Podiumsgespräch im Römer, Sitzungssaal „Haus am Silberberg“
Peter Feldmann

Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt. Immer mehr Menschen müssen die Stadt verlassen. Eine gegensätzliche Behauptung, die dennoch stimmt. Statistisch nachgewiesen ist die stetig ansteigende Zahl der Bewohner Frankfurts. Ebenfalls nachgewiesen sind die seit den 90er-Jahren anhaltend steigenden Mieten in der Stadt und ein Abbau von geförderten Wohnungen. „1995 gab’s noch 52.000 Sozialwohnungen und jetzt sind es nur noch 32.000“, so Peter M. Feldmann, sozialpolitischer Sprecher der SPD und er fragt weiter: „Wie reagiert die offizielle Wohnungspolitik auf die zunehmende Spaltung der Gesellschaft und inwieweit kann Wohnungspolitik und Wohnungswirtschaft ihrer sozialen Verantwortung in Frankfurt gerecht werden?“

Am Montag, 30. August um 18 Uhr moderiert Feldmann das Podiumsgespräch mit Prof. Thomas Dilger, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte und Sieghard Pawlik, dem Vorsitzenden des Mietervereins Höchster Wohnen. Während Dilger den zentralen Ansatz der Städteentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe sieht, schränkt er zugleich die Verantwortung der Nassauischen Heimstätte auf die einer bloßen Unterstützung ein. Pawliks Schwerpunkt liegt bei bezahlbarem Wohnraum in der Stadt, um ein stabiles Wohnumfeld zu erhalten.

Feldmann will die Debatte anregen, denn eine Abwanderung der sozial Schwachen verändert ein gut funktionierendes Stadtbild. Während Mieten im gehobenen Segment stagnieren und zum Teil sogar rückläufig sind, haben soziale Mittelschichten Probleme, eine bezahlbare angemessene Wohnung zu finden. Nahezu grotesk ist dazu ein Städtevergleich Frankfurt - Aachen: Während in Aachen die Mietkosten bloß etwa die Hälfte von denen in Frankfurt betragen, verdienen die Menschen in Aachen durchschnittlich mehr als in Frankfurt. (AnwaltOnline GbR Berlin – Mietspiegel & Auswertung der Statistischen Landesämter – Men’s Health-Quelle 04/2010)

Feldmann hakt nach: „Müssen sozial schwache Menschen von Frankfurt am Main, und das sind oft Familien mit Kindern, ältere Menschen, Studenten und Migranten, wegziehen und ihre gewohnte Umgebung aufgeben? Will die Stadt Frankfurt ein Flair von Schicki-Micki und Topverdienern bewusst fördern?“ Die SPD lädt ein zu einer Diskussionsrunde nach dem Podiumsgespräch.

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