SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 15. September 2010
Eugen Emmerling, stellvertretender Vorsitzender der Frankfurter SPD

Herrn Rheins Unterstützung für Frau Steinbach schadet dem Ansehen Frankfurts

+Eugen Emmerling

„Mit Besorgnis um das Ansehen Frankfurts, der Stadt des Friedenspreises und der Paulskirche“, hat der stellvertretende Frankfurter SPD-Vorsitzende, Eugen Emmerling, auf die Unterstützung des Frankfurter CDU-Vorsitzenden Boris Rhein für die wegen polenfeindlicher Äußerungen erneut in die Kritik geratene CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach reagiert.

„Ob Frau Steinbach ihre Behauptung, Polen habe 1939 noch vor Deutschland mobil gemacht, hinter den verschlossenen Türen der Bundestagsfraktion oder gleich in der Öffentlichkeit aufgestellt hat, ist ein rein formaler Unterschied. Eine solche Behauptung kann in der aktuellen politischen Diskussion nur dann Sinn ergeben, wenn letzten Endes die deutsche Schuld am Ausbruch des 2. Weltkriegs relativiert werden soll.

„Wer die öffentliche Debatte über die Behauptungen von Frau Steinbach hysterisch nennt, hat nicht verstanden, wie zerbrechlich und gefährdet noch immer das Verhältnis zwischen Deutschland und dem 1939 überfallenen Polen ist. Indem Herr Rhein jetzt mit Blick auf konservative Wähler wissentlich parteipolitisches Taktieren über das Ziel der Aussöhnung mit unserem Nachbarland Polen gestellt hat, schadet er dem Ansehen Frankfurts, der Stadt des Friedenspreises und der Paulskirche.“

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