SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 29. Oktober 2010
Dr. Renate Wolter-Brandecker, Gesundheitspolitikerin der SPD-Fraktion im Römer:

Die Lage am Krankenhaus Höchst spitzt sich zu.

Unzufriedenheit von Pflegekräften, Ärzten und Patienten wächst und wichtige Mitarbeiter kündigen!
+Renate Wolter-Brandecker

„Die Situation am Krankenhaus Höchst spitzt sich immer weiter zu. Die SPD-Fraktion im Römer fordert, dass die Verantwortlichen kurzfristig handeln“, erläutert Dr. Renate Wolter-Brandecker.

Die SPD-Politikerin verwies darauf, dass Oberärzte unterschiedlicher Kliniken sowie der Chefarzt der Orthopädischen Klink wegen der für sie unhaltbaren Zustände am Höchster Krankenhaus gekündigt und auch Pflegekräfte in dem wichtigen Bereich der Intensivpflege das Krankenhaus verlassen haben.
Die Einführung eines neuen Belegungsmanagements mit der so genannten „100 Prozent Bettenausnutzung“ habe dazu geführt, dass Stationen interdisziplinär belegt und die Patienten während eines Klinikaufenthaltes oft auf verschiedenen Stationen herum geschoben würden.

„Auch Flurbelegungen sind keine Seltenheit“, kritisierte die SPD-Stadtverordnete. Aufgrund
des erheblichen Personalmangels könnten viel zu wenige Operationssäle genutzt werden, da die OP-Schwestern fehlten. „Die langen Wartezeiten für die Patienten von bis zu drei Monaten auf eine Operation seien unzumutbar. „Solche Entwicklungen
gefährden den früher exzellenten Ruf des Krankenhauses der Stadt Frankfurt am Main“, warnte die SPD-Gesundheitspolitikerin. Dass die Fallzahlen in vielen Kliniken des Krankenhauses bereits dramatisch zurückgingen, sei ein
erstes Alarmsignal für diese Entwicklung. Die ebenfalls geplante Reduzierung der Bettenzahl von 980 auf 650 Betten im Neubau und der kleinere vorgesehene Raumbedarf stoße bei den Ärzten auf heftigen Widerstand. „Diese Zahlen stehen auch im
Widerspruch zu den Äußerungen der Dezernentin gegenüber dem Stadtparlament“, unterstrich Renate Wolter-Brandecker.

Die SPD Fraktion im Römer fordert in einer Anfrage an den Magistrat Antworten darauf, welche Planzahlen für die Betten im künftigen Neubau tatsächlich vorgesehen seien und ob das so genannte Belegungsmanagement für die Stationen beibehalten werde.

„Die SPD-Fraktion im Römer sorgt sich um die Zukunft des Klinikums Höchst, weil das Vertrauen der Patienten schwinde, wenn sich die bekannt gewordenen Zustände nicht bessern“, warnte Renate Wolter-Brandecker

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